Bildquelle: Martin Maier

Süßwarenabteilung Tief im Süss-Westen

Das Süßwarenangebot im Hieber‘s Frische-Center in Lörrach ist gespickt mit Besonderem. Lose Süßwaren, Marken, die sonst nur im Fachhandel vertreten sind, vegane und Bio-Süßwaren sowie die individuelle Präsentation sorgen für mehr als nur den kleinen Unterschied.

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Das Herz der Süßwarenabteilung in Hieber‘s Frische-Center in Lörrach schlägt in der Mitte. Ein anderer Bodenbelag, spezielles Lichtkonzept sowie ein hoher Überbau heben das etwa 50 qm große Zentrum der Warengruppe, betitelt als „Hieber‘s Schlaraffenladen“, optisch hervor.

Ins Auge springt sofort die rund 5 m breite Wand mit den losen Süßwaren. Das Modul mit den 80 Boxen wurde individuell von Hieber in Kooperation mit den Ladenbauern der Edeka Südwest entwickelt. Auch die Boxen, in die der Kunde seine ausgewählten Süßwaren füllt, sind exklusiv. Für lange Zeit war der Verkauf loser Süßwarenwaren ein Diskussionsthema, bis vor rund drei Jahren die Umsetzung erfolgte. Großstückigere Artikel von Lindt, Haribo, Jelly Belly und Red Band findet der Kunde hier. Dazu ausgesuchte Fruchtgummi und Schaumartikel von Bärenland. Die steuern z. B. saure, süße, scharfe Gummibärchen und weiche Soft-Speck-Gummis bei (100 g um die 0,69 Euro) bei. Und als ausgefallene Geschenkidee werden Torten und Pizzen aus Fruchtgummi im Umfeld der losen Süßwaren zweitplatziert. Feines Zeug aus Hamburg bringt sich mit schokolierten Nüssen und Früchten ein. Geschäftsführer Karsten Pabst will den Bereich weiter upgraden, mit Artikeln, die hierzulande noch nicht in dieser Form verkauft werden. USA und England liefern Beispiele.

Auf der Rückseite, quasi im Mittelgang dieses Süßwaren-Zentrums, ist Lindt (Lindt, Lindor, Hello etc.) über die gesamten 5 m prominent und im Block vertreten, fast schon ein Shop-in-Shop-Konzept. Premiumprodukte bestimmen Bild und Umsätze. Aktionspreise sind nirgendwo zu sehen. Ausgenommen sind Produkte in der Aktionsstraße, wo Artikel im Wechsel unter einem Thema (Karneval, Ostern etc.) platziert werden. Gegenüber finden sich die Markenblöcke von Feodora, Peters, Reber, Schladerer und Bauer. Hier hat es in letzter Zeit Verschiebungen gegeben. Deutlich auf 3 m Breite ausgebaut wurde das Niederegger-Sortiment, z. B. auch die Nougatschiene. „Das passt zu unserem Anspruch, Fachhandelscharakter zu zeigen“, erklärt Pabst.

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Kleine und große Unterschiede

  • Süßwarenabteilung auf rund 200 qm mit mehr als 5.000 Artikeln
  • 80 Artikel als lose Ware, individuell gestaltete Abteilung
  • 40 vegane Artikel, z. T. auch in der eigenständigen Veggie-Bar an anderer Stelle im Markt angeboten
  • Marken, die teilweise sonst nur im Fachhandel vertreten sind
  • Salzige Snacks sind in Verbindung mit der Wein- und Spirituosenabteilung platziert
  • im Markt kreierte Geschenkverpackungen mit Süßem

An den vier Eckpunkten dieser Einheit befinden sind Gondeln. Eine ist z. B. komplett mit 38 Artikeln unter der Marke Basler Läckerli Huus belegt. Ein Original, das häufig als Mitbringsel aus dem Drei-Länder-Eck gekauft wird. Auf der gegenüberliegenden Seite wird den „Knusperpralinen“ aus der kleinen Berliner Manufaktur Höflich Platz eingeräumt. Ebenfalls in dieses Umfeld passt die Auswahl von Valrhona-Tafelschokoladen. Die Schweizer Schoki-Repräsentanten heißen z. B. Ragusa, Cailler, Goldkenn und Villars aus Fribourg.

Aus dem Markensortiment stechen allein schon durch ihre Optik die handgeschöpften und auffällig verpackten, runden Schokoladen von Art of Chocolate hervor, einer Confiserie aus Schwarzach in der Nähe von Schweinfurt. Ebenso die Ursprungsschokolade von Schwarzwald Chocolade/Keller GmbH Freiburg, sowie die Schokoladen von Alnatura, Gepa und Vivani, die für Produktmerkmale wie Bio und Fairtrade stehen. Auch vegane Süßwaren bilden ein deutlich wahrnehmbares Angebot (mehr als 40 Artikel). Sie sind an der im Markt installierten Veggie-Bar (insgesamt ca. 400 Artikel) meist zweitplatziert. Dort gibt es Veganz-Schokolade, Schokowaren von Vivan und Ichoc sowie Planet Natur Bananenchips oder Fruchtsnacks von Nature Addicts (N.a!). Stärkster Vegan-Artikel ist die Vego-Schokolade von Vego Good Food in Berlin.

Displays von der Stange haben bei Hieber keine Chance. Individuelle Zweitplatzierungen sind angesagt. So findet sich derzeit auf der Zweitplatzierungsfläche vor der Käsetheke ein Aufbau mit den süßen Topsellern aus den Boxen des Feinkostversenders Foodist. Hat sicherlich nicht jeder, aber Hieber hat es. Die hier vertretenen Hersteller sind handverlesene, kleine europäische Manufakturen wie z. B. der Salt Caramel Fudge von Hope and Greenwood, Mandeln und Nussmischungen von Mr. Filberts und Manomasa Tortilla-Chips.

Eine weitere Differenzierung schafft Nadine Pabst, die mit Süßwaren Geschenkverpackungen für alle Hieber-Standorte kreiert. Und das Ganze in einer anschaulichen Menge, Vielfalt und Wertschöpfung.