Mineralwasser Nachfrage steigt weiter

Die Deutschen löschen ihren Durst weiterhin besonders gern mit Mineralwasser. Der durchschnittliche jährliche Pro-Kopf-Verbrauch lag 2015 bei 147,3 l – ein neuer Rekordwert. Die Branche steigerte ihren Umsatz um 1 Prozent auf knapp 3,4 Mrd. Euro.

 

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Knapp 200 Mineralbrunnen füllen in Deutschland heute jährlich mehr als 14 Mrd. l Wasser ab. Der Verbraucher kann dabei unter mehr als 500 meist regionalen Mineralwässern und rund 35 Heilwässern wählen.

 Stilles Wasser liegt bei jungen Menschen bis zu 35 Jahren im Trend, sagt GfK-Konsumforscher Günter Birnbaum. Ältere Verbraucher bevorzugten dagegen eher die Abfüllung mit nur wenig Kohlensäue.

Während das Medium-Wasser mit einem Anteil am Gesamtmarkt von 43,1 Prozent weiter vorn liegt, kann stilles Wasser derzeit mit zweistelligen Zuwachsraten punkten.

 Bei eher teuren Mineralwässern zu Preisen ab etwa 40 Cent pro l greifen Kunden immer häufiger zur Glasflasche, hat Edmund Skopyrla, Geschäftsführer der Duisburger Rheinfels-Quellen, beobachtet. Dabei sollen individuelle gestaltete Designs dem Getränk einen Hauch von Exklusivität verleihen.

 Zu den Verlierern im aktuellen Wassermarkt zählt nach Einschätzung von Experten der klassische Getränkekasten. Das in der Vergangenheit bereits wegen seines Gewichts in Verruf geratene Modell muss jetzt noch mit dem Image des Langweilers kämpfen. Zwölf Flaschen von nur einer Sorte könnten junge Verbraucher heute eher nicht mehr überzeugen, berichtet Birnbaum. Gefragt seien eher kleinere Einheiten etwa im Sechserpack.