Der niederländische Fleischkonzern Vion will seinen Schweineschlachthof im niederländischen Apeldoorn verkaufen und die dortige Produktion auf andere Standorte verlagern. Das gab das Unternehmen bekannt. Von der Schließung sind nach Unternehmensangaben rund 300 Beschäftigte betroffen.
Als Grund für den geplanten Verkauf nannte Vion die sinkende Zahl an Schweinen in den Niederlanden. Unter anderem durch staatliche Maßnahmen gehe die Schweinehaltung im Land weiter zurück, wodurch das Unternehmen über mehr Schlachtkapazität verfüge als nötig. Mit der Verlagerung der Produktion wolle Vion seine Kapazitäten an die rückläufigen Mengen anpassen.
Die Schlachtmengen aus Apeldoorn sollen den Angaben zufolge auf andere Vion-Standorte in den Niederlanden verteilt werden, darunter Boxtel, Groenlo und Scherpenzeel. Damit bleibe ein wesentlicher Teil der Verarbeitungskapazität innerhalb des niederländischen Netzwerks erhalten, teilte das Unternehmen mit. Bei einem zügigen Verkaufsprozess solle die Verlagerung bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.
Für die rund 300 Beschäftigten am Standort Apeldoorn prüft Vion nach eigenen Angaben Möglichkeiten zur Weiterbeschäftigung an anderen Standorten. Für einen „großen Teil der Mitarbeitenden“ könnten sich so neue Perspektiven innerhalb des Unternehmens ergeben, hieß es in der Mitteilung. Bereits in den vergangenen Monaten habe das Unternehmen die Personalstärke schrittweise reduziert – durch natürliche Fluktuation, Renteneintritte, das Auslaufen befristeter Verträge und einen geringeren Einsatz externer Arbeitskräfte. Gemeinsam mit den Gewerkschaften will Vion zudem einen Sozialplan erarbeiten.