Die Beschwerde richtete sich gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Kassel. Das hatte die Schließung durch den Landkreis Waldeck-Frankenberg für rechtens erklärt. Der neue Beschluss ist unanfechtbar. (Az.: 5 L 2504/19. KS). Es gebe keine Anhaltspunkte, die Entscheidung aus erster Instanz in Zweifel zu ziehen, erklärte der Gerichtshof. Wilke halte die Anforderungen für Lebensmittelhygiene nicht ein. Der Betrieb biete ideale Bedingungen für eine „Ansiedlung, Vermehrung und Verbreitung“ von Listerien-Keimen. Bis zu einer abschließenden Aufklärung dürfe der Betrieb nicht fortgesetzt werden. In Wilke-Wurst waren Listerien gefunden worden. Die Keime können bei geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein. 37 Krankheitsfälle, darunter drei Todesfälle, werden mit Waren des Unternehmens in Verbindung gebracht. Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen den Geschäftsführer. Ob es dem Insolvenzverwalter von Wilke bei der Beschwerde um eine Wiederaufnahme der Produktion oder um mögliche Schadenersatzansprüche gegen Kontrollbehörden geht, ist unklar.
Wilke Scheitert mit Beschwerde gegen die Schließung
Der wegen Keimfunden geschlossene Wurstproduzent Wilke hat sich erfolglos gegen den behördlich verhängten Produktionsstopp gewehrt. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof habe eine Beschwerde der Firma zurückgewiesen, sagte ein Justizsprecher in Kassel.
Bildquelle: Getty Images
Das könnte Sie auch interessieren
Hersteller-Strategien
-
Unangemeldet20.000 Artikel auf 1.000 Quadratmetern – warum Kunden bei Edeka Reschke in München den Überblick behalten -
So entsteht...Räucherlachs in nur zwei Tagen – vom Frischfisch zum Feinkostprodukt -
HIT 2026Handelsbefragung – das sind die innovativsten Produkte und Marken im Lebensmittelhandel -
Ausbildungsexpertin im InterviewMut zur Andersartigkeit – wie Betriebe im Wettbewerb um Azubis auffallen
Fleisch
-
InsolvenzAlle Standorte von Geestferkel in Sachsen-Anhalt finden neue Betreiber -
FleischbrancheLösungen für Betriebe nach Geestferkel-Insolvenz in Arbeit -
FleischproduktionDeutsche Schlachtbetriebe produzieren weniger Fleisch -
FleischbrancheWurstproduzent Cornelius erholt sich nach schwachem Geschäftsjahr
Im Heft
Molkereiprodukte
-
Schweizer KäseAlpenflair in Hannover – wie Ruwisch und Zuck Thekenpersonal in einer Käsewelt schult -
Molkerei-CEO im Interview„Wir sind gut beraten, wenn wir Grundnahrungsmittel im eigenen Land produzieren“ – sagt der Chef der Molkerei Berchtesgadener Land -
MolkereibrancheBiomilch boomt – aber Deutschland muss sie importieren -
ErsatzprodukteVegan ist kompliziert – was es so schwer macht, Käse ohne Milch herzustellen
Nachhaltigkeit
-
KlimafolgenGreenpeace sieht Hitzesommer-Kosten von mindestens 36 Milliarden Euro -
Simon-Kucher-UmfrageMehrheit würde für nachhaltige Verpackungen mehr zahlen -
Koalitionsstreit KlimaschutzSPD will Klimaanpassung im Grundgesetz verankern -
Verpackungsverordnung tritt in KraftEU verbietet Ewigkeitschemikalien in Lebensmittelverpackungen
Viel gelesen in Hersteller
-
FleischalternativenErsatzprodukte bleiben spannend – auch weil neue Regeln das Geschäft verändern -
HIT 2026Handelsbefragung – das sind die innovativsten Produkte und Marken im Lebensmittelhandel -
CEO im InterviewVom Neustart zum Wachstum – Biovegan peilt 30 Millionen Euro Umsatz an -
So entsteht...Räucherlachs in nur zwei Tagen – vom Frischfisch zum Feinkostprodukt