Silvester-Geschäft Feuerwerk-Importe steigen um 6,8 Prozent

Trotz aller Diskussionen wird es auch zum anstehenden Jahreswechsel wieder ein ausgiebiges Feuerwerk von Privatleuten geben. Die Einfuhr von Feuerwerk nach Deutschland nimmt weiter zu. Der Handel hat sich die Lager bereits gefüllt.

Dienstag, 26. November 2024, 09:55 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Während die Importmenge von Feuerwerkskörpern steigt, fordert die DUH ein Verbot von privatem Feuerwerk. Bildquelle: Getty Images

Die Importmenge von Feuerwerk nach Deutschland steigt weiter an. In den ersten drei Quartalen 2024 führten Händler 25.900 Tonnen Böller und Raketen ein, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies entspricht einem Anstieg von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Vor-Corona-Niveau noch nicht erreicht

Das Niveau aus der Zeit vor der Corona-Pandemie haben die Importe allerdings noch nicht wieder erreicht. In den ersten neun Monaten 2019 waren noch 29.800 Tonnen eingeführt worden.

Fast die gesamte importierte Ware - 99 Prozent - stammt aus China. Die deutsche Produktion spielt mit Exporten von rund 1.000 Tonnen in den ersten drei Quartalen kaum eine Rolle. Dies entspricht nur einem Fünftel der Vorjahresmenge.

DUH fordert Verbot von privatem Feuerwerk

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fociert unterdessen ihre neue Kampagne für ein Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk. Die Organisation hat dafür ein Bündnis aus 28 Organisationen gebildet, darunter die Bundesärztekammer und die Gewerkschaft der Polizei. Die DUH verweist auf Feinstaub-Belastungen, Müllberge und viele Verletzte. Im Jahr 2024 starben den Angaben zufolge vier Menschen bei Feuerwerks-Explosionen.

VPI warnt vor einem Feuerwerk-Verbot

Der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) warnt vor einem Verbot. „Ein totales Verbot wäre kontraproduktiv“, sagt der VPI-Vorsitzenden Thomas Schreiber. Er verweist auf die Gefahr durch illegales Feuerwerk wie sogenannte Polenböller. Die Branche setzt nach eigenen Angaben verstärkt auf Leucht- und Effektfeuerwerk. Verbundfeuerwerke und Feuerwerksbatterien machen mittlerweile 50 Prozent des Branchenumsatzes aus. Klassische Knallkörper haben nur noch einen Anteil von vier Prozent.

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