Interview mit Dietmar Eiden - Koelnmesse „Der Begriff Innovation wird bei der Anuga weiter gefasst“

Nach der Messe ist vor der Messe: Auch 2015 wird das Fachmessenkonzept der Kölner Anuga erhalten bleiben. Dietmar Eiden, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement Koelnmesse, im Interview zum Branchenimage, erweiterte Öffnungszeiten und erfolgreiche Events.

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Für Dietmar Eiden, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement Koelnmesse GmbH, hat die jüngste Anuga nicht nur eine Fülle an neuen Produkten und innovativen Konzepten gebracht. Er sieht auch das Branchenimage durch die breite gesellschaftliche Diskussion etwa über die Qualität von Lebensmitteln positiv verändert.

Herr Eiden, Ihr persönliches Highlight der jüngsten Anuga? 
Dietmar Eiden: Nicht nur für mich, sondern für das ganze Anuga-Team, ist es einfach toll, wenn am ersten Messetag die Tore öffnen und die ersten Messegäste ins Gelände strömen. Nach den vielen Monaten der intensiven Planung und Vorbereitung ist das ein wichtiger und durchaus bewegender Moment.

Bei „Taste 13“ waren die herausragenden Neuheiten der Messe zu sehen. Wie beurteilen Sie die Anuga als Innovationstreiber für die Ernährungsbranche? 
Der Begriff „Innovation“ muss auf der Anuga natürlich weiter gefasst werden: visionäre Konzepte und wegweisende Denkansätze, manchmal auch unbequeme, werden bei der Anuga diskutiert, bewertet und weiterentwickelt, unter Beteiligung aller Branchenteilnehmer. Das macht die Messe erst zur weltweit beachteten Innovations-Plattform.

Das Rahmenprogramm der Anuga war wieder unglaublich umfangreich. Wie beurteilen Sie hier Inhalte und Besucherzuspruch? 
Unsere Strategie, das Rahmenprogramm gemeinsam mit kompetenten Partnern aus der Branche zu gestalten, hat sich erneut bewährt. Beispiel: WellFood – der Kongress zum Thema Ernährung unter besonderer Berücksichtigung von Functional Food. In Kooperation mit der Lebensmittel Praxis können wir unseren Kunden – und den Lesern der LP – regelmäßig relevante neue Erkenntnisse vermitteln. Gleiches trifft zu auf den Abendevent „Frozen Food“, den wir ebenfalls gemeinsam mit der LP realisieren. Die Qualität im Programm und in der Ansprache sind die entscheidenden Faktoren für den Erfolg der Rahmenveranstaltungen.

Welche Impulse gehen von der Anuga 2013 für den deutschen Handel und deutsche Hersteller aus? 
Viele Themen, die bei der Anuga zur Sprache kamen, werden nach der Messe Teil einer breit angelegten gesellschaftlichen Diskussion. In diesem Jahr wurde etwa das Thema „Qualität von Lebensmitteln“ mehrfach von den publikumsorientierten Medien aufgegriffen, das ist für das Branchenimage eine gute Entwicklung. Und als direkten Impuls kann man in den Regalen der Supermärkte nach der Anuga neue Produkte finden, die bei der Messe vorgestellt wurden.

Haben sich die neuen Öffnungszeiten von 10 bis 19 Uhr bewährt? 
Wir werten die Erkenntnisse derzeit aus. Dazu warten wir im Moment noch die Detail-Ergebnisse unserer Ausstellerbefragung ab. Gemeinsam mit unseren Partnern aus Industrie und Handel – und auch mit unserem Mitveranstalter und den ideellen Trägern – werden wir dann entscheiden, wie es weitergeht. Wir sind aber im Großen und Ganzen recht zufrieden, vor allem mit dem Beginn der Messe um 10 Uhr.

Nach der Messe ist vor der Messe – gibt es schon Überlegungen für 2015? Was wird Aussteller und Besucher erwarten? 
Natürlich haben wir schon bestimmte Aktionspunkte für 2015 ins Auge gefasst, die wir in der kommenden Zeit konkretisieren werden. Auf jeden Fall werden wir natürlich das Fachmessenkonzept als Rückgrat der Anuga beibehalten. Die Themenschwerpunkte im Rahmenprogramm werden aber überarbeitet – gemeinsam mit unseren Partnern.