Studie:Pluspunkt Qualität

Studie Pluspunkt Qualität

Vollsortimenter überzeugen mit Beratungskompetenz und Ambiente. Ex-Schlecker-Kunden hat das jedoch nicht angelockt.

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Viele Vollsortimenter haben nach der Schlecker-Pleite ihre Drogerieabteilungen aufgewertet. Offenbar mit wenig Erfolg, wie eine Umfrage der Kölner Beratungsagentur „Die Gefährten“ unter 1.000 Verbrauchern ergeben hat. Demnach decken nur 4 Prozent der Befragten ihren Bedarf an Drogerieartikeln in Super- oder Verbrauchermärkten, während jeder Fünfte diese Produkte nun beim Discounter kauft. Am meisten profitiert haben die anderen Drogeriemärkte, wo die überwiegende Mehrheit (72 Prozent) nun ihre Einkäufe tätigt.

Dafür können die Supermärkte mit Qualität punkten. 60 Prozent der Befragten halten die Produkte der Vollsortimenter für qualitativ besser als die der Discounter, ein Drittel hält sie für gleichwertig. Ebenfalls für die Vollsortimenter spricht, dass den Befragten sowohl eine gute Einkaufsatmosphäre als auch kompetentes Personal wichtig sind. Das Ambiente ist für 58 Prozent „sehr wichtig“, für 17 Prozent sogar „entscheidend“, gute Beratung hält knapp die Hälfte (48 Prozent) für „sehr wichtig“, jeder Fünfte sogar für „entscheidend“. Mehr als jeder Zweite (56 Prozent) schätzt außerdem zusätzliche Serviceleistungen wie einen Informationsschalter im Markt, Einpackhilfen am Kassentisch oder Heimlieferung, für 17 Prozent sind solche Zusatzangebote sogar „unverzichtbar“ für die Wahl der Einkaufsstätte. Weniger wichtig sind dagegen Kundenbindungsinstrumente wie Gewinnspiele oder Treuepunkte-Aktionen. Nur für 38 Prozent der Befragten sind sie relevant.

Eines der Hauptargumente für oder gegen einen Laden bleibt jedoch der Preis. Nur für 11 Prozent spielt er keine Rolle, für 57 Prozent ist er dagegen „entscheidend“ oder „sehr wichtig“. Neun von zehn Befragten informieren sich vorab über die Angebote, vorwiegend in den Handzetteln oder der Zeitungswerbung. Gut die Hälfte (53 Prozent) ist bei der Auswahl der Produkte grundsätzlich markentreu.