Bildquelle: Carsten Hoppen

Rewe Recruiting Karriere gecheckt!

Die Rewe Mitte lädt Schulklassen ein und zeigt, wie Handel funktioniert. Ein Tag mit viel Action, aber auch ernsthaften Begegnungen und wichtigen Entscheidungen.

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Was für ein Tag! Als Ali Karakas morgens aufgestanden ist, war der 16-Jährige noch Schüler im Abschlussjahrgang. Sechs Stunden später ist er angehender Azubi bei der Rewe. Karakas steht im Rampenlicht auf der Bühne im Kursaal Bad Homburg, neben Radiomoderator Daniel Fischer, und erhält Applaus von Mitschülern, Lehrern und Rewe-Mitarbeitern: Er hat einen Ausbildungsvertrag in der Tasche! Zugegeben, seine Eltern müssen noch zustimmen, er ist ja noch nicht volljährig. Aber warum sollten sie das nicht tun? „Die freuen sich total und sind so stolz auf mich“, jubelt Ali ins Mikrofon. „Sicher weiß jetzt schon meine ganze Familie Bescheid, dass ich bei der Rewe anfange.“ Und, so findet der Moderator heraus, Ali hat eine große Familie, mit türkischen und marokkanischen Wurzeln.

Bei Ali und seinen Kumpels steht heute statt Mathe oder Deutsch „Lebenserfahrung sammeln“ auf dem Lehrplan. Insgesamt 35 Schulen aus der Umfeld Frankfurts sind zum fünften Karriere-Check der Rewe Mitte angereist.

Es geht um die Schüler aus den Abschlussklassen, in erster Linie von Haupt-, Real- und Gesamtschulen. Petra Dornheim beispielsweise unterrichtet Mathe, Physik und Politik in einer zehnten Klasse der Kurt-Schumacher-Schule in Karben. Sie ist schon zum dritten Mal zum Rewe-Tag gekommen und hat klare Ziele: Sie will mit mindestens drei Lehrstellen nach Hause gehen, so viele wie ihre damalige Klasse 2015 klargemacht hat. Viele ihrer Schützlinge, erzählt sie, haben noch keinen Plan, was sie ab dem Sommer machen. Deshalb hat die resolute Lehrerin ihre gesamte Klasse im Schlepptau, alle 26 müssen den Eignungstest der Rewe machen. „Der Test ist anspruchsvoll“, sagt sie, „viele werden durchfallen.“ Aber das gehöre zum Berufsleben dazu, damit müssten die Jugendlichen zurecht kommen.

Diejenigen, die im Test gut abschneiden, können im Anschluss ein Vorstellungsgespräch absolvieren. Die Rewe ist mit einer ganzen Schar an Personalverantwortlichen vertreten, inklusive Bezirksleitern und Regionalleiter Jürgen Scheider. So können die Gespräche parallel laufen, und die Bewerber lernen je nach Wohnort gleich den richtigen Ansprechpartner kennen.

Zur gleichen Zeit geht’s im großen Kursaal hoch her: Rewe-Mitarbeiter, darunter viele Azubis, haben Spielstationen (auf neudeutsch Challenges) aufgebaut. Schüler und Lehrer können sich spielerisch miteinander messen: Wer sortiert am schnellsten Leergut, stapelt am geschicktesten Klopapier oder scannt möglichst rasch Produkte? Die jeweils Besten an den Spielstationen erhalten iTunes-Karten, ein Lehrer kann einen Freizeitpark-Gutschein für die ganze Klasse gewinnen.

Fast alle der rund 700 Gäste sind „in Action“. Wie so oft stehen auch hier ein paar junge Damen kaffeetrinkend im Foyer und zupfen sich den Spliss aus den Haaren. Aber ihnen wird schnell langweilig, weil sich ihr männliches Publikum lieber im Kistenstapeln beweist oder unter Zeitdruck ein Frische-Puzzle legt. Es gibt noch mehr zu entdecken: Eine Fotografin hat ihr Studio im Kursaal aufgebaut, sie erstellt kostenlos Bewerbungsfotos, die an Ort und Stelle ausgedruckt werden. Ein Team aus der Personalabteilung informiert derweil, welche Karrierewege man im Handel einschlagen kann. Zur Unterstützung bekommen Interessierte einen „Bewerbungs-Quickie“, sprich, eine Anleitung per E-Mail, welche Unterlagen für eine offizielle Bewerbung notwendig sind.

Wer Fragen hat oder etwas über die Arbeit im Handel aus erster Hand erfahren möchte, kann einen Rewe-Mitarbeiter ansprechen. Alle Ansprechpartner tragen rote T-Shirts, sie heben sich bewusst von den „Schlipsträgern“ ab.

Gegen Mittag, genauer gesagt nach zwei Durchläufen, ziehen die Verantwortlichen eine erste Bilanz: 29 Schüler haben tatsächlich einen Ausbildungsvertrag unterschrieben, weitere 82 werden im Rahmen eines Praktikums den Handelsalltag kennenlernen. Von Jahr zu Jahr kommen mehr Schulklassen zur Veranstaltung, freut sich Dieter Göwel, der als Leiter Personalentwicklung mit seiner Mannschaft und vielen Helfern die Veranstaltung auf die Beine gestellt hat.

Regionalleiter Jürgen Scheider ist sehr zufrieden: Der Aufwand für eine solche Veranstaltung ist zwar sehr groß, sagt er, aber wann sonst „bekommen wir so viele junge Menschen zusammen und können zeigen, wie Rewe funktioniert?“