Dr. Bernd Diekmann, Vorsitzender des Bundesverband Deutsches Ei, befürchtet, dass mit der nun anlaufenden massiven Umstellung von Anlagen mit herkömmlicher Käfighaltung in zahlreichen EU-Mitgliedsstaaten zunehmend Eier aus Ländern außerhalb der EU, die in der konventionellen Käfighaltung erzeugt worden sind, zur Herstellung von Eiprodukten importiert werden bzw. fertige Eiprodukte aus Eiern der konventionellen Käfighaltung in die EU eingeführt werden. Nach Angaben der Europäischen Kommission dürften noch rund 200 Mio. Legehennenplätze in konventioneller Käfighaltung in der EU bestehen, was annähernd die Hälfte der gesamten europäischen Eiererzeugung entspricht.
Eier Streit um Kennzeichnung und Importware
Die deutsche Eierwirtschaft spricht sich gegen die Herstellung von Eiprodukten mit Eiern aus konventioneller Käfighaltung aus. So ist hierzulande im Zuge der EU-Hennenhaltungsrichtlinie diese Haltungsform aus Tierschutzgründen bereits abgeschafft. Im europäischen Ausland soll dies bis zum 1. Januar 2012 erfolgen. Bis dahin können dort noch Eier in dieser Haltungsform erzeugt werden.
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