NIM-Report Konsumklima in Deutschland hellt sich auf

Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland hat sich im August verbessert. Das Konsumklima steigt nach den Erwartungen der Verbraucher für September um 2,8 Punkte und liegt nun bei -26,6 Punkten (Vormonat revidiert: -29,4 Punkte). Das zeigen aktuelle Ergebnisse des Konsumklima-Reports des Wirtschaftsforschungsinstitutes NIM.

Freitag, 28. August 2026, 10:43 Uhr
Thomas Klaus
Gute Nachricht auch für den Einzelhandel: Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher hellen sich weiter auf. Bildquelle: Manuel Glasfort

Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland hat sich im August verbessert. Das Konsumklima steigt nach den Erwartungen der Verbraucher für September um 2,8 Punkte und liegt jetzt bei -26,6 Punkten (Vormonat revidiert: -29,4 Punkte).

Der spürbare Anstieg ist neben der leicht gesunkenen Sparneigung vor allem auf die deutlich gestiegenen Einkommenserwartungen zurückzuführen. Die Konjunkturaussichten entwickeln sich ebenfalls in diesem Monat etwas positiver, während die Anschaffungsneigung nahezu unverändert bleibt. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse des NIM Konsumklimas.

Konjunkturerwartungen setzen Erholung fort 

Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher hellen sich weiter auf. Der Indikator steigt leicht um 2,4 Zähler auf aktuell -3,9 Punkte. Dies ist bereits der vierte Anstieg in Folge.

Zwar liegen die Konjunkturaussichten im Spätsommer noch mehr als sechs Zähler unter dem entsprechenden Vorjahresniveau, dennoch zeigt sich mit dem vierten Anstieg in Folge ein leichter Aufwärtstrend“, erklärt Rolf BürklHead of Consumer Climate beim NIM. „So sind auch die Signale aus der Wirtschaft tendenziell positiv. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich im zweiten Quartal dieses Jahres mit +0,3% besser entwickelt als erwartet. Die Stimmung in der Wirtschaft ist ebenfalls leicht verbessert: Der Ifo‑Index stieg zwischen Mai und Juli dreimal in Folge und auch der Einkaufsmanagerindex signalisiert momentan eine leichte Expansion.“

Einkommenserwartungen legen deutlich zu

Im Schlepptau steigender Konjunkturaussichten setzen die Einkommenserwartungen, nach der kurzen Verschnaufpause im vergangenen Monat, ihre Erholung im Spätsommer fort. Der Indikator klettert um 16,2 Zähler und weist nun 1,7 Punkte auf. Dies ist der höchste Wert seit einem halben Jahr. Im Februar 2026 wurden 6,3 Punkte gemessen. 

Dagegen kann die Anschaffungsneigung nicht vom Anstieg der Einkommensaussichten profitieren. Der Indikator bleibt mit -9,8 Punkten gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert. Die Konsumneigung bewegt sich nunmehr seit etwa vier Jahren auf einem Tief um die -10-Punkte-Marke und scheint damit aus NIM-Sicht wie festgefroren. 

Sparneigung mit geringen Einbußen

Während die Anschaffungsneigung weiter auf einem sehr niedrigen Niveau verharrt, hält die Sparneigung auch im Spätsommer 2026 ihr ausgesprochen hohes Niveau. Der Sparindikator sinkt geringfügig um 1,5 Zähler und weist aktuell 15,5 Punkte auf. Damit liegt die Sparneigung in etwa auf Vorjahresniveau.

Der Befragungszeitraum für die aktuelle Analyse war vom 30. Juli bis 10. August 2026. Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie „NIM Konsumklima powered by GfK“ und basieren auf rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden.

Das Konsumklima bezieht sich explizit auf die gesamten privaten Konsumausgaben. Der Einzelhandel macht jedoch, je nach Abgrenzung, lediglich etwa 35 Prozent der privaten Konsumausgaben aus. 

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