Fertigprodukte:Weniger Salz, Zucker und Fett

Bildquelle: Hoppen

Fertigprodukte Weniger Salz, Zucker und Fett

Eine neue Strategie für gesündere Fertigprodukte hat Bundesernährungs- und Landwirtschaftsminister Schmidt vorgelegt. Hintergrund ist das Gesundheitsexperten seit langem vor einer Zunahme sogenannter Wohlstandskrankheiten in Deutschland warnen.

Anzeige

Mittlerweile sei fast jeder zweite Erwachsene übergewichtig. Hinzu kommen immer mehr Patienten mit Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wichtigstes Ziel: Die Hersteller sollen ihre Rezepte für industriell geferigte Lebensmittel so verändern, dass sie weniger Salz, Zucker und Fett enthalten. Richtwerte legte Schmidt in seiner Strategie jedoch noch nicht fest. Ernährungsexperten hatten schon nicht mehr mit einem Entwurf aus Schmidts Ministerium gerechnet, berichtet die Rheinische Post.

Jetzt soll es kurz vor der Bundestagswahl noch die Abstimmung mit den anderen Ministerien durchlaufen. Im Juli will Schmidt seine Strategie im Kabinett vorlegen. Darin setzt er auf das freiwillige Einlenken der Unternehmen. Sie sollen ihre Rezepturen schrittweise verändern. Dies solle in „kleinerer, kaum sensorisch bemerkbarer Reduktionen“ erfolgen, wie es in dem rund 40-seitigen Papier heißt. So solle eine Gewöhnung der Verbraucher gewährleistet werden. Geschmack, Haltbarkeit und Qualität der Lebensmittel dürften nicht negativ beeinträchtigt werden, heißt es in dem Entwurf. Bei der „Reformulierung“, wie die Rezeptänderung in der Fachsprache heißt, solle zudem die Energiedichte der Produkte reduziert oder maximal erhalten werden.

Betroffen sind sämtliche Fertigprodukte. Darunter fallen industriell gefertigte Produkte aus einem oder mehreren Lebensmit¬eln, denen Zucker, Fett oder Salz zugesetzt wurde: von Brot, Brötchen, Früchtejoghurt, Müsli und Limonade bis zur Fertigpizza. Die Strategie sieht vor, dass bis Mitte 2018 Zielwerte mit den Unternehmen gefun¬en werden sollen.