Die für die Lieferung in das QS-System gesperrten Betriebe waren von einer Futtermühle beliefert worden, die vermutlich belastete Fettsäure des Unternehmens Harles & Jentzsch in Mischfuttermittel eingemischt hatte. Da eine Dioxin-Belastung des Tierbestandes zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden könne, habe sich QS im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes umgehend zu der einstweiligen Sperrung der Schweinemastbetriebe entschlossen, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Diese Betriebe dürfen vorerst keine weiteren Schweine vermarkten.
Der Einzelfuttermittelhersteller Harles & Jentzsch GmbH aus Uetersen war im QS-System auditiert. Nachdem die Vorwürfe bekannt wurden, habe man das Unternehmen einem Sonderaudit unterzogen. Darauf wurde es für Lieferungen in das QS-System gesperrt. QS hat ein Sanktionsverfahren eingeleitet.
QS erwägt nach eigenen Angaben, kurzfristig Maßnahmen für klarere Vorgaben zur Dokumentation der Rückverfolgbarkeit, striktere Kontrollen und eine noch bessere Qualifikation der Kontrolleure umzusetzen.
QS Sperrt Schweinemastbetriebe
Im niedersächsischen Verden wurde nun auch Dioxin-belastetes Schweinefleisch gefunden. Als Folge hat die QS Qualität und Sicherheit GmbH zehn Schweinemastbetriebe gesperrt. Das bereits verkaufte Frischfleisch sei jedoch nicht von dem Dioxin-Fund betroffen.
Das könnte Sie auch interessieren
Im Heft
Produkt des Jahres 2026
Nachhaltigkeit
-
KlimafolgenGreenpeace sieht Hitzesommer-Kosten von mindestens 36 Milliarden Euro -
Simon-Kucher-UmfrageMehrheit würde für nachhaltige Verpackungen mehr zahlen -
Koalitionsstreit KlimaschutzSPD will Klimaanpassung im Grundgesetz verankern -
Verpackungsverordnung tritt in KraftEU verbietet Ewigkeitschemikalien in Lebensmittelverpackungen