Danone ändert die Recycling-Werbung auf seinen Plastikflaschen. Der Konzern mit Sitz in Paris erklärte sich nach einer Beschwerde von Verbraucherschützern und Gesprächen unter Leitung der EU-Kommission bereit, Aussagen zur eigenen Nachhaltigkeit zu präzisieren, wie die Brüsseler Behörde mitteilte. Zuvor hatten bereits Coca-Cola und Nestlé entsprechende Zugeständnisse gemacht.
Der Behauptung „100 Prozent recycelt“ soll künftig einschränkend „ohne Deckel und Etikett“ hinzugefügt werden. Beim Hinweis „Recycle mich nochmal“ soll auf das Wort „nochmal“ verzichtet werden. Damit soll der Eindruck vermieden werden, eine Flasche sei schon vor dem Kauf recycelt worden. Die Zusagen gelten auch für Werbung auf Websites sowie in sozialen Netzwerken.
Damit passt Danone seine Werbung den Angaben zufolge an europäische Regeln zum Verbraucherschutz an. Coca-Cola und Nestlé hatten bereits in den vergangenen Monaten begonnen, den Aufdruck ihrer Flaschen zu ändern.
Beuc wirft Konzernen Greenwashing vor
Auslöser war eine Beschwerde des Verbraucherverbands Beuc aus dem November 2023. Der Verband warf den Konzernen sogenanntes Greenwashing vor. Greenwashing sind umweltbezogene Werbeversprechen, die für Produkte gemacht werden, die diese Versprechen möglicherweise nicht einlösen. Der Verband kritisierte, dass Deckel und Etiketten selten aus Recyclingmaterial bestünden und die Flaschen nicht endlos recycelt werden könnten.
„Die Verbraucher müssen den Umweltversprechen der Unternehmen vertrauen können“, zitierte die EU-Kommission den Beuc-Chef Augustín Reyna in ihrer Mitteilung. Zu suggerieren, dass Plastikgetränkeflaschen keine Auswirkungen auf die Umwelt haben, sei irreführend und müsse aufhören. Beuc begrüßte die Erklärungen der Firmen. „Wir erwarten von den Behörden, dass sie überprüfen, ob alle drei Händler ihre Versprechen einhalten“, teilte die Organisation mit.