Die Rügenwalder Mühle übernimmt ab dem kommenden Jahr die Vermarktung der Marke Endori im Lebensmitteleinzelhandel. Das Unternehmen will damit neben seinem bisherigen Geschäft mit Fleischprodukten und Fleischalternativen ein weiteres pflanzliches Segment erschließen, wie es in einer Mitteilung bekannt gab. Endori soll als zweite Verbrauchermarke mit neuer Positionierung, neuem Auftritt und neuem Sortiment in den Handel kommen.
Beide Unternehmen gehören zur Nature’s Richness Group, dem New-Food-Geschäftsfeld der Familienholding Pfeifer & Langen. Die bisherige Endori-Gesellschaft bleibt den Angaben zufolge als eigenständiges Unternehmen bestehen, konzentriert sich künftig aber auf das Foodservice- und Industriegeschäft. Die Rügenwalder Mühle verantwortet die Marke Endori im Endverbrauchergeschäft – von der Entwicklung und Produktion bis zum Vertrieb im Lebensmitteleinzelhandel.
Mit der neuen Marke will die Rügenwalder Mühle ein Segment aufbauen, das sie als „Functional Veggies“ bezeichnet. Die Produkte sollen auf Gemüse und Hülsenfrüchten basieren und gezielt um Nährstoffe wie Magnesium, Calcium oder die Omega-3-Fettsäure ALA ergänzt werden. Zum Start plant das Unternehmen nach eigenen Angaben vier Produkte: Spinat-Basilikum-Bällchen, Karotte-Ingwer-Bällchen, mediterrane Gemüsesticks und Wokgemüse-Sticks. Das bisherige Endori-Sortiment soll schrittweise durch die neuen Produkte ersetzt werden.
Rügenwalder Mühle verweist auf starkes Wachstum bei Gemüseprodukten
Die Rügenwalder Mühle begründet den Schritt mit der Marktentwicklung im pflanzlichen Segment. Laut der Mitteilung stieg der Umsatz mit klassischen Fleischalternativen in den vergangenen zwölf Monaten um 14,4 Prozent. Pflanzliche Produkte wie Gemüse, Falafel, Tofu, Tempeh und Seitan hätten im selben Zeitraum sogar um 27,5 Prozent zugelegt. „Mit dem Einstieg in den Veggie-Markt haben wir 2014 nicht nur unser Unternehmen grundlegend weiterentwickelt, sondern auch eine neue Kategorie mit aufgebaut und in die Mitte der Gesellschaft gebracht“, zitierte das Unternehmen seinen Geschäftsführer Jörg Pfirrmann in der Mitteilung.
Die beiden Marken sollen künftig klar voneinander abgegrenzte Rollen übernehmen. Die Marke Rügenwalder Mühle steht den Angaben zufolge weiterhin für Fleischprodukte und pflanzliche Fleischalternativen. Endori soll sich dagegen auf Gemüse und Hülsenfrüchte mit funktionalem Zusatznutzen konzentrieren und damit zusätzliche Käufergruppen ansprechen. Endori-Geschäftsführer Axel de With erklärte laut der Mitteilung, die neue Aufgabenteilung ermögliche es seinem Unternehmen, sich stärker auf das „zweistellig wachsende Kerngeschäft in den Bereichen Foodservice und Industrie“ zu konzentrieren.