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DMK Deutsches Milchkontor Kritik an Marktmacht des LEH

Lebensmittel Praxis | 04. April 2012

DMK-Chef Josef Schwaiger erklärt im Interview mit dem „Weser-Kurier", dass die etwa 80 Molkereien in Deutschland der Marktmacht der fünf großen Einzelhandelsunternehmen nicht genug entgegenzusetzen hätten.

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Mit Trinkmilch sei in Deutschland derzeit kein Geld zu verdienen. Die DMK-Milchbauern erhalten nach Schwaigers Angaben 32 Cent plus Mehrwertsteuer pro Liter. Bei einem Ladenverkaufspreis von 57 Cent sei das ein Verlustgeschäft.

„Diese Verluste müssen wir an anderer Stelle wieder reinholen", sagte Schwaiger. Er befürchtet, dass die Preise noch weiter unter Druck geraten, denn die Nachfrage sei wegen des demografischen Wandels seit Jahren rückläufig.

Das Deutsche Milchkontor setze stark auf den Export, sagte Schwaiger der Zeitung. „Die Zukunft liegt für uns in den großen Schwellenländern, also in Asien, zum Teil in Südamerika oder auch Nordafrika." In China werde DMK bald ein Vertriebsbüro eröffnen, mit dem auch der Zugang zu Märkten wie Vietnam oder Indonesien erschlossen werden könne. Gemeinsam mit dem dänischen Unternehmen Arla werde DMK im schleswig-holsteinischen Nordhackstedt eine entsprechende Anlage bauen. Dort soll voraussichtlich von Ende 2013 an Molke zu Molkeproteinkonzentrat und Laktose verarbeitet werden. Molkeproteine werden unter anderem für Joghurt und Eis eingesetzt.


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