Gewinner Tiefkühl-Star 2020 Mit Bergbau-Nostalgie

Das Edeka-Honsel-Flaggschiff in Dorsten ist Sieger des Tiefkühl-Star 2020 in der Kategorie bis 2.000 Quadratmeter – und liegt auf einem ehemaligen Zechengelände.

Montag, 18. Januar 2021 in Wettbewerbe
Andrea Kurtz und Markus Wörmann
Artikelbild Mit Bergbau-Nostalgie
Bildquelle: Peter Eilers

Der Edeka-Markt Honsel liegt im Dorstener Stadtteil Hervest und hat dort mit einer großen Konkurrenzsituation zu kämpfen: So liegen im Umkreis von nur 500 Metern und 2 Kilometern Luftlinie der Rewe-Supermarkt und die Discounter Aldi, Netto, Lidl und Kaufland. Das Flaggschiff auf der Fürst-Leopold-Allee – Inhaber Ralf Honsel führt gemeinsam mit seiner Tochter Julia noch drei weitere Lebensmittelmärkte, zwei Trinkgut-Filialen sowie einen Fressnapf für Tierbedarf – gibt es ebenfalls im Dorstener Stadtgebiet und Umgebung.

Unter historischen Aufnahmen
Der Supermarkt ist zwar ein Neubau, wirkt aber mit seiner Bergwerk-Optik urban und freundlich. Auf dem Weg zur Leergut-Annahme hängen historische Aufnahmen. Im Markt wird das Thema Bergbau an vielen Stellen aufgegriffen. Grubenlampen, Industriefenster und Fotos von Bergarbeitern aus der Gegend erinnern an die Zeche. Die Regale sind maximal 1,60 Meter hoch, sehr breite Gänge, gute Übersichtlichkeit über das Sortiment.

Energetisch ist der Edeka Honsel dabei gut aufgestellt. Der Markt verfügt über eine CO2-Kühltechnik mit Wärmerückgewinnung, unter anderem mit der Hilfe von Wärmepumpen. Daher sind keine fossilen Energien zur Beheizung erforderlich. Weiter gibt es eine elektronische Fernüberwachung zur Sicherung der Kühltemperaturen. Und Kontrolle ist das A und O: Die Tiefkühltruhen und -schränke werden im Abstand von zwei bis drei Monaten durch die Abteilungsverantwortliche zur Energieersparnis bedarfsgerecht abgetaut und gereinigt.

Sortiment mit Spezialitäten
Ins Sortiment gehören viele regionale Marken wie die Spirituosen „Dorstener Pütt“ oder „Dorstener Else“, der hauseigene Sekt „Fürst Leopold“ sowie selbst hergestellte Produkte wie Salatdressing oder Konfitüre. Diese Spezialitätenpolitik setzt sich auch bei Tiefkühlkost fort.

Die Abteilung liegt im Kassenbereich und in unmittelbarer Nähe der Wein- und Spirituosenabteilung. Marktleiterin Christiane Wilming begründet das mit einer faszinierenden Leidenschaft für ihr Sortiment: „Tiefkühlware ist wertvoll, wir wollen nicht, dass sie antaut.“ Sowohl Truhen als auch Schränke sind vorhanden, in vier Kopftruhen werden Besonderheiten präsentiert.

Flyer oder Aufkleber gibt es weder an den Truhen noch an den Schränken. „Wir sind Verfechter von Warendruck, sodass die Ware für sich sprechen kann“, so Marktleiterin Wilming. Sie wolle keine Unruhe in das Einkaufserlebnis der Kunden bringen, denn diese sollen in entspannter Atmosphäre einkaufen.

Konsequenz bei der Werbung
Aber keine Regel ohne Ausnahmen: Auf exklusive belgische TK-Torten wird mit einem laminierten Plakat in DIN-A4-Größe hingewiesen. Eine Ausnahme, „um die Exklusivität hervorzuheben“, so Wilming.

Geworben wird ansonsten über die Handzettel; diese sind im Eingangsbereich des Marktes gut sichtbar platziert. Zur Promotion neuer Produkte, Produktempfehlungen, Veranstaltungen, Stellenausschreibungen, Rezepte und Gewinnspiele werden darüber hinaus regelmäßig die sozialen Medien wie Facebook als Werbeplattform genutzt. Mehrfache Aufmerksamkeit bringen die Thermotüten, Akkus und Kühlboxen; diese gibt es bei der Tiefkühlkost, im Kassenbereich sowie in der NonFood-Abteilung.