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Angelockt Kunden auf allen Kanälen erreichen

Lebensmittel Praxis | 24. August 2012
Angelockt: Kunden auf allen Kanälen erreichen

Bildquelle: Andreas Klisch

Wer offline erfolgreich sein will, muss sich auch online etwas einfallen lassen: Das sagt zumindest Andreas Klisch. Er berät Unternehmern in Sachen Web 2.0.

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Zu einem erfolgreichen Shoppingcenter gehört im 21. Jahrhundert weitaus mehr als der richtige Standort, ein ansprechender zielgruppenorientierter Mieter-Mix und Aktivitäten. Wer heute offline erfolgreich sein will, kommt am Web 2.0 nicht vorbei. Das fängt bei der klassischen Homepage an und endet bei Facebook, Twitter & Co. Was es dabei zu beachten gibt, das verrät Andreas Klisch, der u. a. Unternehmen berät zu Konzepten und Strategien rund um das Thema online.

Was gehört im 21. Jahrhundert zur Homepage?
Andreas Klisch: Wichtig ist zunächst, ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass Online-Marketing nicht das herbeigesehnte Heilmittel für alle Probleme im Marketing und in der Öffentlichkeitsarbeit ist. Wir haben mit der Erweiterung um das Internet einige neue Möglichkeiten, mehr Kommunikationswege, die den Marketing-Mix erweitern. Demzufolge greifen viele Gesetzmäßigkeiten aus dem klassischen Marketing: Alles, was vorher Offline oder in Print möglich war, sollte sich über die CI, CD und CB online widerspiegeln. Die klassische Homepage stellt für mich immer noch das „Mutterschiff", die Basis des Online-Marketing dar. Dort müssen alle Basics zusammen vorgehalten werden. Also: Anfahrt- und Wegbeschreibung – am besten über Google-Maps, um gleich eine Routenplanung zu ermöglichen –, Kontakt, Öffnungszeiten, AGB, Auflistung aller Dienstleistungen, Gewerke, Gastronomie. Und außerdem: Viel Foto- und Videomaterial.

Zur Person
Andreas Klisch, Jahrgang 1962, ist Diplom-Kulturarbeiter und widmet sich vor allem Trends der Neuen Medien
  • Diplom Arts & Management, media theory and practice
  • Information, Training, Beratung und Konzepte rund um das Social Web; Workshops an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
  • Mitglied im Prüfungsausschuss der IHK Potsdam - Veranstaltungskaufmann/-frau
  • klisch.net

Müssen Betreiber von Shoppingcentern darüber hinaus etwas beachten?

Einer der wesentlichsten Gründe für den Besuch einer Shoppingcenter-Homepage ist wohl, Informationen über Läden, Gewerke, Dienstleistungsangebote oder Gastronomie zu erhalten. Daraus resultiert das Vorhalten einer guten Schlagwort–Suche aber auch eine detaillierte Auflistung jedes einzelnen Angebotes. Denn das macht die Attraktivität eines Centers aus, dass man alles gebündelt an einem Ort findet und erledigen kann. Und auch hier gilt: Foto und Video!

Wenn Newsletter angeboten werden, wie oft sollte er erscheinen, und was sollte kommuniziert werden?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Da hängt viel von dem Vermarktungskonzept des Centers ab: Gibt es eine Werbegemeinschaft die in einen Fond einzahlt, oder kämpft jeder gegen jeden und alle mit oder gegen das Centermanagement? Aus diesen Konstellationen können unterschiedliche Newsletter-Modelle resultieren. Ob nun ein redaktioneller Newsletter, der über größere Events oder andere Aktionen berichtet, Stichwort Storytelling, oder ein reiner Angebotsnewsletter, in dem auf spezielle Aktionen der Mieter aufmerksam gemacht werden soll, hängt unter anderem davon ab. Wichtig ist: Es muss einen realen Grund für das Newsletter-Abonnement geben! Das können Ankündigungen von Events sein aber auch Rabatt-Wochen, Gutscheine oder Coupons.