Georg Sedlmaier:Der Jubilar

Bildquelle: Rosendahl

Georg Sedlmaier Der Jubilar

Georg Sedlmaier gilt als „Urgestein des deutschen Lebensmittelhandels“. 50 Jahre im Dienst guter Lebensmittel können nur als nachhaltig bewertet werden.

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Eigentlich ist Georg Sedlmaier seit zwei Jahren im Ruhestand. Ein ruhiges Rentnerdasein führt der 65-Jährige jedoch keineswegs. Er sei „Lebensmittelkaufmann und IG FÜR-Gründer“, kein Rentner, betont er. Schließlich ist er noch immer aktiv, setzt sich in der Branche dafür ein, dass auf künstliche Zusatzstoffe, Gentechnik und Nanotechnologie in der Lebensmittelproduktion verzichtet wird. Darüber hinaus ist Sedlmaier Autor und aktiver Förderer der SOS-Kinderdorf-Organisation, sammelt gerade für sein neuntes Kinderdorfhaus, diesmal in Kinshasa, Kongo. Nach 19 Jahren im Vorstand von Tegut fühlt er sich dem Unternehmen noch eng verbunden, ist einmal im Monat in Fulda, hat noch immer einen eigenen Schreibtisch.

Auf sein 50-jähriges Berufsleben, das im elterlichen Betrieb begann, ihn zu Edeka, Dallmayr, Rewe, Feneberg und schließlich zu Tegut führte, schaut er mit Stolz zurück. „Hätte ich noch einmal die Wahl, ich würde alles noch einmal ganz genauso machen“, antwortet er auf die Frage, ob er sich auch eine andere Branche, einen anderen Beruf hätte vorstellen können. Doch wie schafft man es, sich über 50 Jahre hinweg tagtäglich zu motivieren und wie lautet sein Rat an die junge Händlergeneration? „Kleine Schritte machen“, kommt die klare Antwort. „Ich habe immer erst mal losgelegt, beispielsweise damit, für das erste SOS-Kinderdorfhaus zu sammeln. Wenn ich ein Ziel erreicht hatte, habe ich innegehalten und mich richtig gefreut, bevor ich weitergemacht habe. Das vergessen wir nämlich leider allzu oft“, erklärt er. Weitermachen will Sedlmaier so lange sein Geist noch mitmacht.

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Kraft tankt Georg Sedlmaier mit seiner Frau in den Bergen. Wenn er sich auf jeden einzelnen Schritt konzentrieren müsse, könne er besser abschalten, zudem würden Probleme in der Höhe kleiner.