Roberta Goods Stuttgart Große Vorratskammer

Ein neuer, voll automatisierter Miniladen stellt den Nachbarschaftsgedanken in den Vordergrund: Roberta Goods. Was hinter dem Stuttgarter Pilotprojekt steckt.

Freitag, 11. März 2022 - Management
Heidrun Mittler
Artikelbild Große Vorratskammer
Bildquelle: Ralph Klohs

Linsen und Maultaschen, Kaffee, Brot und eigens zusammengestellte Kochboxen – 300 Artikel des täglichen Bedarfs sind bei Roberta Goods in Stuttgart, genauer gesagt im Heusteigviertel, verfügbar. Es handelt sich um einen voll automatisierten Laden, rund um die Uhr geöffnet, mit 20 Quadratmetern Verkaufsfläche und einem ebenso großen Lager.

Betreiber ist das Stuttgarter Start-up Smark, das unter anderem „Typy“ in Düsseldorf oder den automatisierten Edeka am Bahnhof Renningen entwickelt hat. Bei Roberta Goods setzt Smark auf lokale Produkte von Herstellern und Händlern, etwa Restaurants und einem Weinshop. Für jede Lebenssituation soll es das Passende geben. So sind auch Menüs im Angebot, sogenannte Combos, zum Beispiel die „Frühstücks-Combo“ oder eine Kochbox mit schwäbischen Klassikern.

Und so funktioniert das Einkaufen: Über zwei große Bestellbildschirme legt der Kunde Produkte in den Warenkorb und bezahlt bargeldlos. Anschließend erfolgen im Hintergrund automatisiert Zusammenstellung und Ausgabe der Bestellung. Die Wartezeit lässt sich mit einem Spiel am Bildschirm überbrücken. Produkte wie Kaffee, Brot, Obst und Gemüse befinden sich zur Selbstbedienung im Vorraum, der Kunde scannt sie selbst. Zurzeit entwickelt das Stuttgarter Team eine App, mit der Ware vorbestellt werden kann.

Wie man auf den Namen Roberta Goods kommt? Dazu die beiden Smark-Gründer Philipp Hoening und Max Ehret: „Eine echte Nachbarin braucht einen Namen und ein Gesicht – in diesem Fall das eines freundlichen Roboters.“ Die beiden wollen das Konzept auf jeden Fall ausrollen: „Läuft alles nach Plan, werden wir bereits 2022 noch weitere Stores im Raum Stuttgart eröffnen. 2023 geht es in die nächsten Städte“, kündigen sie an. Mit dem neuen Format knüpfe man an die „KesselKiste“ und das „KesselLädle“ an, welches Smark schon 2017/18 betrieben hat. Der Unterschied: „Diesmal haben wir eine funktionierende und skalierbare Technologie im Hintergrund.“