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Eigenmarken Dohle und Netto: Neue Ansätze in der Kundenkommunikation

Christina Steinheuer | 07. Oktober 2014

Handzettel und Eigenmarken sind so etwas wie die Visitenkarte des Händlers. Innovative Ansätze sind gut, aber müssen auch stets in der Praxis gelebt und vom Kunden als nützlich eingestuft werden.

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Dunkle, schwarz-graue Töne dominieren den neuen Hit-Handzettel. Die Handelsgruppe Dohle inszeniert ihre Eigenmarken neu. Auch die großflächigen Angebotstafeln hinter den Bedienungstheken und die Deckenhänger sehen nun ganz anders aus als früher. Dabei soll das schlichte Grau, Braun und Schwarz wohl einerseits chic wirken, andererseits aber auch Natürlichkeit ausstrahlen. Der eigene Anspruch steht in großen Lettern auf Seite 2: „Hit frischt auf. Wir machen Einkaufen kulinarischer.“ 24 Seiten umfasst der Prospekt vom 8. September, 20 Seiten jener vom 15. September. „Inspirierende Themenwelten“, „begeisternde Geschichten“ über Herkunft, Anbau und Geschmack der Produkte sowie Tipps zur Zubereitung werden angekündigt. Die neue Werbewelt geht einher mit neuen und relaunchten Eigenmarken. Acht Stück sollen dem Kunden beim Einkauf Orientierung bieten: Alle sehen neu aus. Doch z. B. „Gourmet Hit“ ist nicht neu, hieß bisher aber „Hit Gourmet“. Regionale Produkte sind ebenf alls nicht neu, wohl aber das nun grüne Sprechblasen-förmige Signet mit dem Schriftzug „Ich bin von hier! Lokale Produkte bei Hit“. Der Preis-Hit ist nun blau-gelb. Neu sind die Label „Hausgemacht“ und „Aus unserer Meister Metzgerei“. Im Fleisch-Bereich hat sich Netto etwas einfallen lassen: Auf den ebenfalls dunkel gehaltenen Seiten für Fleisch sind im Handzettel Rindfleischartikel um eine kleine Skizze vom Tier ergänzt, in der die Fleischteile rot markiert sind, von denen das Fleisch stammt. Beispiel Rinder-Suppenfleisch: Es stammt aus dem Hals oder von der Wade, und der Rindergulasch kann aus der Kugel, Ober- oder Unterschale sein. Der Kunde erhält also auf einen Blick neben dem Preis, der Grammatur und den üblichen Standard-Angaben eine zusätzliche Information. Und so ganz nebenbei dürfte sich bei vielen Verbrauchern auf die Art das warenkundliche Wissen verbessern. Bei Geflügelfleisch kennzeichnet eine Orange-farbene Putenabbildung den Artikel unmißverständlich als Pute. Gelb steht für Hähnchen.