Ecocare Beispielhaft

Nachhaltigkeit hat viele Facetten. Die überzeugendsten Konzepte zeichneten LP und die Inter-Messen mit dem ECOCARE-Award 2011 aus. Die Preisträger.

Donnerstag, 06. Oktober 2011 - Rückblick
Bettina Röttig
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Bildquelle: Hoppen

Oft steckt hinter der Jury-Arbeit eines Branchenwettbewerbs weitaus mehr Aufwand, als es sich die meisten – vor allem wohl die Juroren selbst – vorab vorstellen können. Auf den internationalen Nachhaltigkeitswettbewerb ECOCARE von LEBENSMITTEL PRAXIS und dem Fachmessetrio InterMopro/InterCool/InterMeat trifft dies in jedem Fall zu.

Immerhin mehr als 12 Wochen lang beschäftigte sich das siebenköpfige Gremium in diesem Jahr mit den Bewerbungen, das klare Ziel vor Augen, aus der Vielzahl der eingereichten Beiträge jeweils die drei überzeugendsten in den Kategorien Produkt, Projekt und Technik/Prozess herauszufiltern. Keine leichte Aufgabe. Schließlich können bei einem Nachhaltigkeits-Wettbewerb selten harte Zahlen miteinander verglichen werden. Bei einer so heterogenen Bewerberlage muss ganz genau hingeschaut, diskutiert und noch einmal nachgehakt werden.

Entsprechend komplex ist der Ablauf: Erste Einsicht in Auszüge der Bewerbungen erhielten die Experten bereits vorab zur Vorbereitung auf die erste Jury-Sitzung im Juli. Schließlich mussten zahlreiche Einzelentscheidungen darüber getroffen werden, wer in die zweite Runde aufsteigt und wer leider ausscheidet. Mehrere Stunden wurde dann gemeinsam in Köln diskutiert, verglichen, abgewägt, ausgeschlossen – und wieder diskutiert. Dennoch standen am Ende des Tages noch nicht alle Nominierten fest. Insbesondere in der Kategorie Technik/Prozess galt es in diesem Jahr noch, zusätzliche Experten zu befragen. Acht Kandidaten hatten es schließlich in die Finalrunde geschafft und mussten sich am Morgen des 1. September noch einmal den Fragen der Juroren stellen.

Mitreißend. Mit diesem einfachen Wort lassen sich die Auftritte der Nominierten vor der Experten-Jury auf den Punkt bringen. Zwar blitzte zu Beginn zum Teil noch ein wenig Nervosität durch – schließlich lag für die meisten eine vergleichliche Prüfungssituation einige Jahre zurück –, insgesamt überzeugten die Finalisten in den Kategorien Produkt, Projekt und Prozess jedoch durch die Bank durch ihr Know-how und vor allem durch viel Herzblut.

Nicht schlecht gestaunt hat die Jury an einer Stelle: Gepa-Geschäftsführer Robin Roth hielt noch seinen Fahrradhelm in der Hand, als er den Jury-Raum betrat. Er hatte einen Teil des Weges von Bonn ins Neuwieder Food Hotel mit dem Klapprad zurückgelegt. Wenige Stunden später machte er sich mit gerahmter Urkunde im Rucksack, geschützt mit besagtem Fahrradhelm, auf dem Rad Richtung Rheinfähre in Linz.

Zuvor wurde jedoch erst einmal gefeiert. Denn unmittelbar, nachdem auch die Preisträger der letzten Kategorie feststanden, folgte im exklusiven Rahmen die Verleihung des ECOCARE-Awards 2011. Mit zwei ersten Plätzen schlug sich der Handel in diesem Jahr sehr gut. In der Kategorie Produkt ging der erste Platz an Tegut für das eigene LandPrimus Qualitätsschweinefleisch-Programm. Mit dem zweiten Platz wurde Teigwarenspezialist Alb-Gold ausgezeichnet und auf den dritten Platz kam Gepa-The Fair Trade Company. In der Kategorie Projekt wählte die Jury (mit Ausnahme von Frau Dr. Büchel, die sich natürlich enthalten hat) die Rewe Group mit ihrem ProPlanet-Programm auf den ersten Platz, Platz zwei erkämpfte sich Unilever, Platz drei ging an die Migros-Tochter Micarna. In der Kategorie Technik/Prozess wurde Beemster-Cono Kaasmakers für das Nachhaltigkeitssystem „Caring Dairy“ mit dem ersten Platz geehrt. Der Bundesverband Deutsche Tafel e.V. kam auf den zweiten Pla tz. Mehr zu den prämierten Konzepten lesen Sie auf den folgenden Seiten.

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