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Convenience Es ist an der Zeit

Dieter Druck | 21. April 2011
Convenience: Es ist an der Zeit

Bildquelle: fotolia

Selbermachen ist angesagt. Der Handel sollte nicht nur den Start der Obstsaison im Auge haben. Innovationen werden als Ganzjahresprodukte positioniert.

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Der Trend zum Selbermachen in deutschen Küchen ist ungebrochen. Die Zahl der TV-Kochshows, die Auflage neuer Food-Printtitel mit Zurück-zur-Natur- bzw. Landlust-Ambiente und die Klicks auf den Rezept-Webseiten wie etwa Chefkoch.de, der neuen Homepage von Dr. Oetker (www.einmachen.de) oder dem Service von Pfeifer & Langen unter www.mein-rezeptbuch.de belegen dies. Tipps und Tricks zum Einmachen sind gefragt. Und dahinter steckt mehr als nur reines Infotainment. Darüber hinaus zeigen die Einmachenden inzwischen eine starke Experimentierfreude. Aktuelle Rezepte z. B. aus der Dr. Oetker Versuchsküche sorgen daher auch für neue Geschmackskombinationen und -noten.

Laut Marktforschung macht jeder dritte Haushalt im Land mindestens einmal im Jahr ein. Eines der Kernprodukte ist der Gelierzucker. Der Absatz ist über die vergangenen Jahre stabil auf hohem Niveau. Den größten Anteil beim Gelierzucker-Absatz im Gesamtmarkt machen „Klassiker" aus: Gelierzucker 2:1 mit 55 Prozent, Gelierzucker 1:1 mit 35 Prozent sowie Gelierzucker 3:1 mit 9 Prozent.

Das Marktgeschehen steht in direktem Zusammenhang mit der Verfügbarkeit von Früchten, die wiederum witterungsabhängig ist. 2009 war ein Rekordjahr, 2010 fiel die Obsternte schlecht aus, was sich wiederum am Markt niederschlug.

Bei Südzucker wird eine Rückbesinnung der Verwender auf Bewährtes registriert, was sich in einer Konzentration auf die Gelierzucker-Allrounder (Gelierzucker 1 plus 1; 2 plus 1 und 3 plus 1 ) niederschlage.

Bei Dr. Oetker wird dagegen ein Trend hin zu speziellen Gelierzucker-Produkten erkannt, die in ihrer Rezeptur auf den Pektingehalt und den Süßegrad der Früchte abgestimmt sind, wie der Beerengelierzucker bzw. Erdbeergelierzucker, der vor zwei Jahren eingeführt wurde. Ein Konzept, das u. a. neue und jüngere Erstverwender anspricht und über diese On-Top-Umsätze bringen soll. Die Kommunikation für die individuellen Einmachprodukte schließt neben dem PoS auch die Felder zum Selberpflücken ein.

Vergleichbar den Grillpromotions, sollten die Produkte im Handel frühzeitig verfügbar sein, um den Saisonstart nicht zu verpassen. „Leider startet der Handel immer mal wieder vergleichsweise spät, obwohl eine frühzeitige Platzierung gerade Vollsortimentern die Möglichkeit bietet, sich von Discountern abzuheben, die in der Regel erst mit der Masse in die Saison starten", sagt Benjamin Kalberlah, Referent Südzucker AG, Mannheim / Ochsenfurth. Viele Konsumenten beginnen bereits, je nach Fruchtaufkommen, vor dem Mai mit dem Einmachen. „Manche Konsumenten starten noch deutlich früher die Einmachsaison bzw. kochen auch über den Winter eigenes, eingefrorenes Obst ein. Erfahrungsgemäß kann man auf jeden Fall sagen, dass eine Platzierung Anfang Mai eher zu spät ist."

Es sollte sowohl auf Regalpräsenz als auch Displays gesetzt werden. Die Obst- & Gemüseabteilung und der stark frequentierte Hauptgang sind die bewährten Orte für diese Zweitplatzierungen, von denen nachweislich Kaufanreize und Verbundkäufe ausgehen. Alle Hersteller bieten den Handelspartnern auf unterschiedliche Verkaufsflächen abgestimmte Lösungen an.

Neben den Einmach-Klassikern hat Pfeifer & Langen neue Kategorien des Selbermachens aufgemacht. 2009 wurde mit Diamant Frucht-Eis-Zauber eine „absolute Produktneuheit" eingeführt. Der folgte im vorangegangenen Jahr der Eis-Zauber Milcheis und im April 2011 wurde die Range um Eis-Zauber für Joghurt erweitert. Das Produkt verspricht einen hohen Convenience-Grad (drei Minuten Zubereitungszeit), Zubereitungssicherheit, kreative Freiräume und ein cremiges Endergebnis ohne Eismaschine. Und mit Joghurt wird zugleich ein Geschmackstrend innerhalb der Eiscreme-Szene bedient. „Wir sehen Eis-Zauber als Ganzjahresprodukt, denn Eis ist immer ein Thema, das sich übers Jahr zieht, ob zu den großen Festtagen wie Ostern und Weihnachten und natürlich zum Sommer", heißt es in Köln. Zudem würde das Eis in den Tiefkühltruhen auch ganzjährig angeboten. Es wäre ein Fehler, die Eis-Zauber-Produkte nach dem Sommer herauszunehmen.

Die Produkte müssen zusätzlich auffallen in der Zweitplatzierung . Auch hier bietet sich die Obstabteilung als direkt stimulierendes Umfeld an. Frische Erdbeeren, Pfirsiche oder auch Exoten wecken beim Verbraucher die Idee, sich einmal sein ganz persönliches Lieblingseis zuzubereiten. Mehrfachplatzierungen seien wichtig, argumentieren die Kölner. Denn der Verbraucher suche die Produkte im Zuckerregal oder aber auch bei den Desserts. Platzierungen auf der Eistruhe sind ebenso vorstellbar.

Zusatzkäufe sollten darüber hinaus berücksichtigt werden, denn der Kunde kann individuell weitere Zutaten hinzufügen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Angefangen bei Eishörnchen, frischem Obst, Schokolade, Joghurt, Buttermilch, Dessertsoßen, Sirup – die Zutatenauswahl richtet sich alleine nach dem persönlichen Geschmack.

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Jeder dritte Haushalt in Deutschland macht ein.

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