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Frauen-Fussball-WM Die Wellfood-WM

Bettina Röttig | 25. März 2011

LP und SIMSTORE haben deutsche Verbraucherinnen gefragt, was bei der Frauenfußball-WM auf den Tisch kommt. Die überraschenden Ergebnisse.

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Chips und Bier, zwischendurch eine Bratwurst. Deftig wird es normalerweise in testosterongefüllten deutschen Wohnzimmern, wenn es darum geht, die Fußball-Nationalmannschaft anzufeuern, auszuschimpfen und zu coachen. Ob es daran liegt, dass Frauen dazu neigen, an die eigenen Fettpölsterchen zu denken, wenn sie drahtigen Sportlerinnen zuschauen, oder ob es ein Zeichen ihres ausgeprägten Gesundheitsbewusstseins ist, bleibt dahingestellt – in jedem Fall wird es bei den Spielen der Frauen-Elf während der Weltmeisterschaft in diesem Sommer auf den Sofas der weiblichen Fans offensichtlich gesünder zugehen. Dies zeigte eine aktuelle Online-Umfrage des Marktforschungsunternehmens SIMSTORE im Auftrag der LEBENSMITTEL PRAXIS. Befragt wurden Frauen zwischen 20 und 60 Jahren.

Insgesamt scheint Alkohol bei der Zielgruppe eine untergeordnete Rolle zu spielen. Zu ihrer bevorzugten Getränkewahl befragt, gaben rund 62 Prozent der Verbraucherinnen an, Wasser trinken zu wollen, während sie sich Spiele der Frauenfußball-WM anschauen. Mit 37 Prozent weit abgeschlagen kommen Cola und Cola-Mischgetränke auf den zweiten Rang. Auch Schorlen und Fruchtsäfte werden gerne konsumiert (24 bzw. 17 Prozent). Eher ungewöhnlich: 24 Prozent der weiblichen Fußball-Fans gaben an, Kaffee trinken zu wollen. Dennoch müssen sich die deutschen Braukonzerne keine Sorgen machen. Bier ist mit 28 Prozent das am dritt-häufigsten angegebene Getränk, Biermischgetränke folgen mit 24 Prozent.

In Sachen Snacking steht bei den Damen der Umfrage zufolge neben TV-Klassikern wie Chips (47 Prozent) und Schokolade (40) vor allem Obst (40 Prozent), Salat, Joghurt (je 21 Prozent) und Gemüse bzw. Rohkost (20) auf dem Speiseplan. Ebenfalls beliebt sind Salzstangen (30), Pizza (26) und Nüsse (25).

Ein weiteres Ergebnis: Das Thema Frauenfußball-WM polarisiert. Nur 12 Prozent der Teilnehmerinnen zeigten sich unentschieden, ob sie das Großereignis persönlich verfolgen werden. Insgesamt bezeichneten sich 38 Prozent der Befragten als interessiert oder sehr interessiert, 50 Prozent hingegen werden die WM nicht oder nur zufällig verfolgen.

6 Fakten über Frauenfußball (Teil 2)
1. 40 Jahre Treue – Bernd Schröder übernahm 1971 die neugegründete Frauenfußballmannschaft der BSG Turbine Potsdam als Trainer. Dieses Amt gab er seitdem nicht wieder ab. Nur ein Fußballlehrer hatte einen ebenso langen Atem: Guy Roux stand 38 Jahre im Dienst von AJ Auxerre.

2. Geschirr zum Sieg
– Als die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft 1989 erstmals Europameister wurde, dankte es der DFB dem Team mit einem Kaffee- und Tafelservice als Prämie. Franz Beckenbauer konnte nach dem WM-Titel 1970 mit einem Käfer und 70.000 Mark nach Hause fahren.

3. Fußball ist Frauensache
– Fast die Hälfte der fußballspielenden Bevölkerung der USA ist weiblich. Für Nachwuchs ist gesorgt: Mehr als 3 Mio. High-School-Spielerinnen träumen davon, es in das US-Team zu schaffen.

4. Fußballmacht Skandinavien
– Welt- und Europameistertitel und eine Goldmedaille bei Olympia stehen auf dem Konto der norwegischen Frauenfußball-Nationalmannschaft, die Schwedinnen sind ähnlich erfolgreich, sie nahmen bis jetzt an jedem großen internationalen Turnier teil. Da können die männlichen Skandinavier nur neidisch herüberschielen.

5. Barbie reloaded
– Zur Frauen-WM 1999 in den USA brachte Spielwarenhersteller Mattel eine Fußballer-Barbie auf den Markt. Ein Verkaufsschlager wurde das Produkt nicht. Im März startet Mattel den zweiten Versuch auf dem deutschen Markt.

6. Rock'n'Roll
– Die Spielbekleidung des FC de Rakt besteht aus Rock und Trikot. Laut FIFA-Regelwerk gilt auf dem Fußballfeld allerdings Hosenpflicht. Die findigen Niederländer argumentierten 2008, dass sie unter ihren Röcken Radlerhosen tragen, und somit gegen keine Regel verstoßen. 1:0 für den FC de Rakt.

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