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Verpackungsregister Erfolgreich gestartet

Lebensmittel Praxis | 15. Januar 2019
Verpackungsregister: Erfolgreich gestartet

Rund 130.000 Unternehmen haben sich bisher beim neuen Verpackungsregister LUCID registriert, das sind 70.000 mehr als bei den dualen Systemen zuvor. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (Foto) zeigt sich damit zwar zufrieden, will sich darüber hinaus für eine Stärkung der Mehrwegquote einsetzen und kündigt Gespräche mit dem Handel an, um Verpackungen weiter zu reduzieren.

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„Mein Ziel ist die Trendwende von der Wegwerf- zur Verwertungsgesellschaft“, betont die Ministerin. Den Handel erlebt sie bei diesem Ziel überaus kooperativ; er mache seinerseits Druck auf die Hersteller, gerade in Sachen Verbundverpackungen, die schlecht recycelt werden können. Den „eingeschweißten Äpfeln oder Gurken“ will Schulze demnächst gemeinsam mit dem Handel einen Riegel vorschieben. Es werde Gespräche mit dem Handelsverband Deutschland (HDE) sowie den großen Handelsunternehmen dazu geben; eine Terminfindung laufe. Das Vorbild sei die Selbstverpflichtungslösung wie bei der Plastiktüte, die gut funktioniert habe, sagt sie.

Seit dem 1. Januar gelten für die Verpackungsentsorgung in Deutschland weitreichende neue Regeln. So müssen deutlich mehr Verpackungen recycelt werden. Neue Standards legen fest, inwieweit eine Verpackung tatsächlich recyclingfähig ist. Zudem wird sichergestellt, dass alle Unternehmen, die Verpackungen einsetzen, auch für deren Sammlung und Recycling bezahlen. Die Grundlagen dafür schafft das neue Verpackungsgesetz. Ein wesentliches Element des Gesetzes ist die neue Zentrale Stelle mit dem Verpackungsregister Lucid. Es macht für jede Bürgerin und jeden Bürger transparent, inwieweit die Hersteller ihrer Produktverantwortung nachkommen. „Wir wollen, dass die Wirtschaft umfassend darüber nachdenkt, welche Verpackungen wirklich notwendig sind und welche Materialien umweltschonend zum Einsatz kommen“, erläutert Schulze. Das funktioniere besonders gut, wenn umweltschädliches Verhalten teurer und umweltfreundliches Verhalten belohnt wird. „Da setzt das Verpackungsgesetz an. Weniger Verpackungen, diese aber besser recycelbar – das ist das Ziel“, so Schulze.