Regional-Star 2022 Die Besten der Besten

LP und Internationale Grüne Woche haben erneut Unternehmen ausgezeichnet, die Überdurchschnittliches leisten, um regional und nachhaltig erzeugte Lebensmittel besser zu vermarkten und die heimische Wirtschaft anzukurbeln. Das sind die „Regional-Stars 2022“.

Freitag, 11. Februar 2022 - Regional-Star 2022
Bettina Röttig
Artikelbild Die Besten der Besten
Bildquelle: Carsten Hoppen

Inhaltsübersicht

Nordische Klarheit, Vorarlberger „Schmäh“ und bayerische Mundart: In der finalen Jury-Sitzung des LP-Branchenwettbewerbs „Regional-Star 2022“ ging es sprachlich wie thematisch auf eine abwechslungsreiche Reise durch Deutschland und Österreich. Ambitioniert und authentisch stellten sich die Köpfe hinter den zwölf nominierten Konzepten den detailreichen Fragen der Jury und kämpften um die ersten Plätze in vier Kategorien.

Dabei wurde ganz klar: Ob im gleichen Raum oder mit Abstand über Bildschirme vernetzt – live und unter Zeitdruck die Fragen der Experten beantworten zu müssen, verursacht in jeder Situation Schweißperlen auf der Stirn. Am Ende eines intensiven Tages kam das zwölfköpfige Fachgremium zu folgenden Ergebnissen:

In der Kategorie Organisation überzeugte eine IT-Lösung zur Digitalisierung der Direktvermarktung: Das Start-up Frachtpilot erkämpfte sich den ersten Rang. Der Zweitplatzierte, Marktschwärmer Deutschland, bringt das Online-Shopping mit realen Treffen zwischen Kunden und regionalen Lieferanten zusammen. Dass man gemeinsam stärker ist, das beweist das Konzept „Wir für Halle“ von Edeka Minden-Hannover. Zehn selbstständige Edeka-Kaufleute und drei Regie-Märkte haben ihre Kräfte in dem Projekt gebündelt.

In der Kategorie Innovation überzeugte mit dem Streuobst-Schätzle des Bad Dürrheimer Mineralbrunnens ein Produkt, das Grundwasserschutz und Artenvielfalt fördert. Der Bio-Händler und Zweitplatzierte Jungs Bio hat das Konzept der Kochboxen weiterentwickelt Richtung Lokalität und Saisonalität. Wie man aus Nebenstromprodukten innovative Lebensmittel entwickelt, zeigt das Produkt Yellow Hey – eine Bio-Sriracha-Honig-Sauce von J. Kinski –, das auf den dritten Platz kam.

Der Erstplatzierte in der Sparte Präsentation, Rewe-Händler Andreas Bortar, setzt heimische Spezialitäten und deren Erzeuger im gesamten Markt eindrucksvoll in Szene. Für sein Shop-in-Shop-Konzept wurde Edeka-Händler Michael Seidl geehrt. Er präsentiert Produkte von Hofläden und Manufakturen aus der Region in einem Hofladen innerhalb seines Marktes. Herausragend ist auch das Konzept des Drittplatzierten: Unser Markt Assamstadt macht auf einem Rundweg um den Supermarkt regionale Lieferanten und Produkte haptisch erlebbar.

Erstmals wurde ein Konzept eines österreichischen Einzelhändlers mit dem Regional-Star ausgezeichnet: Auf den ersten Platz in der Kategorie Kooperation wählte das Gremium Händler Sutterlüty und den Martinshof Buch für die Vorarlberger Urdinkel-Produkte. Auf den zweiten Rang wählte die Jury Edeka Schenke mit der regionalen Feinkost im Weckglas aus der eigenen Manufaktur. In Corona-Zeiten hat das Unternehmen Neues angestoßen und bietet anderen Händlern Sortimente zur Differenzierung an. Ein sehr junges Projekt, das jedoch für die Branche nach Meinung der Experten zu einem „Gamechanger“ werden kann, wurde mit dem dritten Platz in der Kategorie Kooperation ausgezeichnet: Edeka-Händlerin Stefanie Brehm aus Berlin geht mit dem Bruderkalb-Projekt „Rettet Lars“ neue Wege in Sachen Tierwohl in der Milchviehhaltung.