Regional-Star 2022 Nominierte der Kategorie Organisation

Hier die Nominierten der Kategorie Organisation

Donnerstag, 13. Januar 2022 - Regional-Star 2022
Bettina Röttig
Artikelbild Nominierte der Kategorie Organisation

Edeka Minden: Wir für Halle

Unter dem Motto „Wir für Halle“ haben sich zehn selbstständige Edeka-Kaufleute und Regiemärkte der Edeka Minden in der Saalestadt vereint. Gemeinsam wollten sie eine Antwort finden auf Veränderungen in der Handelslandschaft und den Umsatzverlusten entgegenwirken, die mit minimierten Kunden- und Touristenströmen während der Pandemie einhergehen. Die Lenkung der Gruppe „Wir für Halle“ liegt bei der Edeka Minden. Neben abgestimmten gemeinsamen Aktionen und Handzettelwerbung werden auch die Unterstützung von Kinderhospiz, Zoo und Fußballverein gemeinsam gestemmt und Baumpflanzaktionen für den Nationalpark Harz organisiert. Die Umsatzverluste vor allem in Citylage konnten um 4 Prozent abgefedert werden. Kosten für das gemeinsame Marketing entstehen nur einmal und werden geteilt.

Frachtpilot: Digitalisierung der Direktvermarktung

Klicks statt Zettelwirtschaft: Mit der Businessplattform Frachtpilot hat das gleichnamige Start-up aus Münster eine Lösung für Direktvermarkter geschaffen, die es den Unternehmen ermöglicht, Buchhaltung, Logistik bis Onlineshop einfach zu managen. Durch den Frachtpiloten erhalten vor allem klein- und mittelständische landwirtschaftliche Direktvermarkter ohne hohe IT-Kompetenz die Möglichkeit, ihre unterschiedlichen Verkaufs- und Distributionskanäle zeit- und kosteneffizient zu planen und auszuführen. Der Frachtpilot automatisiert sämtliche planerischen und administrativen Tätigkeiten für die Vermarktung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, vom Feld über Routenplanung bis zur Abrechnung. Verwaltungsaufwand, Logistikkosten, Fahrten und Lebensmittelverluste werden reduziert.

Marktschwärmer: E-Commerce trifft Bauernmarkt

Der moderne Wochenmarkt funktioniert als Click-and-Collect-Konzept. Genau das ist der Ansatz von Marktschwärmer. Das dezentral organisierte Netzwerk setzt sich für die Direktvermarktung regionaler hochwertiger Lebensmittel ein. Hersteller und Landwirte stellen online ihre Produkte bei der lokalen „Schwärmerei“ ein. Im Schnitt kommen sie aus einer Entfernung von 40 Kilometern. Kunden bestellen ihren Einkauf online und holen diesen zum vorgegebenen Termin beim Gastgeber, der Schwärmerei, ab. Die Erzeuger sind vor Ort, beantworten Fragen und übergeben die Ware. Die Lieferanten legen ihre Preise selbst fest, ein Prozentsatz geht je zur Hälfte an Marktschwärmer und den Gastgeber. Die Idee entstand in Frankreich, seit 2014 gibt es das Konzept auch in Deutschland. Aktuell gibt es hier 148 Schwärmereien.