Regional-Star 2022 Nominierte der Kategorie Präsentation

Hier die Nominierten der Kategorie Präsentation

Donnerstag, 13. Januar 2022 - Regional-Star 2022
Bettina Röttig
Artikelbild Nominierte der Kategorie Präsentation

Unser Markt Assamstadt: Regionalität mit Gesicht

Als 2014 der Lebensmittelmarkt in Assamstadt schließen sollte, entschieden sich die Bürger dazu, die Versorgung der rund 2.400 Einwohner selbst zu organisieren. Es wurde eine Bürgergemeinschaft gegründet, der Fortbestand gesichert und schließlich ein Neubau realisiert. Kern des neuen Marktkonzeptes: Regionalität. Diese wird in und um den Markt auf besondere Art visualisiert. Am Fahrradweg, der direkt am Markt vorbeiführt, präsentieren sich 27 heimische Lieferanten auf Werbetafeln. Mit einer Milchtankstelle von Hermanns Hof aus Nassau startet der Rundgang. Weiter geht es mit Weinreben der Becksteiner Winzer mit integrierter Sitzecke. Bienenstöcke und ein Regionalitätsgarten mit Obstbäumen gehören dazu. Im Markt hat jeder Anbieter seine eigene Sprechblase am Regal und Bodenaufkleber als Eyecatcher.

Edeka Seidl: Hofladen als Shop-in-Shop-Konzept

In seinem zweiten Markt, Ende 2020 eröffnet, setzt der selbstständige Kaufmann Michael Seidl auf ein besonderes Präsentationskonzept für heimische Spezialitäten. Das neue E-Center Seidl im Fritz-Einkaufscenter in Kulmbach bietet auf 35 Quadratmetern einen Hofladen, der ausgewählte Produkte regionaler Direktvermarkter zentral bündelt. Für die gewünschte urige Atmosphäre sorgen Naturmaterialien wie Holz und Stein sowie liebevoll gestaltete Warenpräsentationen. Um das Angebot regionaler Waren auszubauen, gewann Seidl vorab neue Direktvermarkter. Die 450 Artikel kommen aus einem Umkreis von 30 Kilometern. Im Vergleich zu seinem ersten Kulmbacher Markt, in dem heimische Produkte zugeordnet präsentiert werden, konnten die Umsätze hier um 60 Prozent gesteigert werden.

Rewe Andreas Bortar: Regionaler Marktplatz

Seit 2011 engagiert sich Rewe-Kaufmann Andreas Bortar für regionale Wertschöpfungsketten. Heute präsentiert er rund 1.500 Produkte von 111 regionalen und lokalen Lieferanten aus einem Umkreis von 30 Kilometern in seinem Markt in Cham. Es gibt keinen Bereich im Markt, an dem Kunden nicht auf heimische Angebote hingewiesen werden. Dazu zählen auch Nonfood-Produkte regionaler Handwerksbetriebe. Allein die Präsentation im ungekühlten Bereich erstreckt sich über 100 Quadratmeter Regalfläche. Auf Regalinseln und Gondelköpfen werden besondere Sortiments-Highlights in Szene gesetzt, Steckbriefe zu den Erzeugern sorgen für Transparenz. Während der Pandemie erwiesen sich die verlässlichen lokalen Warenströme als Vorteil, auch verzeichnete Bortar deutlich höhere Umsätze als der Wettbewerb.