Regional-Star 2022 Nominierte der Kategorie Kooperation

Hier die Nominierten der Kategorie Kooperation

Donnerstag, 13. Januar 2022 - Regional-Star 2022
Bettina Röttig
Artikelbild Nominierte der Kategorie Kooperation

Edeka Brehm: Bruderkalb-Projekt Rettet Lars

Über das Bruderkalb-Projekt „Rettet Lars“ will Edeka-Kauffrau Stefanie Brehm mit ihren Partnern eine ethisch vertretbare und wirtschaftliche Verwendung der männlichen Kälber aus der Milchviehhaltung schaffen. Männliche Milchkälber setzen weniger Fleisch an, ihre Aufzucht wird als nicht rentabel angesehen. Diese Annahme stellt die regionale Kooperation zwischen Edeka Brehm, Ökodorf Brodowin, Bio-Landwirt Michael Mull und Gut Kerkow auf die Probe. Pro Jahr kauft Edeka Brehm 18 Bio-Bullenkälber. Ein Teil der Tiere wird sechs Monate lang aufgezogen. Sie bleiben länger bei der Mutterkuh und erhalten Mutterkuhmilch. Die restlichen Kälber werden 18 Monate lang aufgezogen und direkt auf der Weide geschossen. Die hochwertigen Wurstwaren aus beiden Bereichen werden bei Edeka Brehm verkauft.

Schenke Delikatessen: Regionale Feinkost im Glas

Corona macht erfinderisch: Als sich in der Pandemie viele Kunden nicht an die Bedientheken wagten, setzte das Team von Edeka Schenke stärker auf Ware im Weckglas. Seit Juni 2020 besteht die Schenke Manufaktur als Produktionsstandort. Seit September 2020 beliefert sie die sieben Edeka-Schenke-Märkte sowie 35 Edeka-Kollegen mit 75 Märkten in einem Radius von 100 Kilometern mit Suppen, Eintöpfen, Fonds, Konfitüren und vegetarisch-veganen Delikatessen. Die Feinkost-Produkte werden mit frischen regionalen Zutaten hergestellt und wie bei Muttern eingekocht. Sie können auf Wunsch als Eigenmarke gebrandet werden. Zehn neue Mitarbeiter wurden eingestellt, um zusätzlich zu den 50 Mitarbeitern in der Hausküche und 20 Mitarbeitern im Bereich Bäckerei auch die neue Logistik zu übernehmen.

Sutterlütty: Vorarlberger Urdinkel-Produkte

Im deutschsprachigen Handel steht Sutterlütty synonym für Regionalität. Besonderes erreicht hat der Händler gemeinsam mit Partner-Lieferanten: Vorarlberger Urdinkel-Produkte. Die Kooperation fördert die Artenvielfalt, gesunde Böden und die Revitalisierung landwirtschaftlicher Nutzflächen. Um saisonale Schwankungen in der Eier-Nachfrage aufzufangen, begann Bertram Martin die Produktion von Eier-Teigwaren. Er fand keinen Hartweizen, der seinen Ansprüchen in Bezug auf Ökologie und Regionalität genügte. Aufgrund des Klimas wurde in der Region kaum Getreide angebaut, in Vorkriegsjahren gab es jedoch Urdinkel. Mit viel Überzeugungskraft wurden 60 Landwirte für den Anbau des vergessenen Getreides gewonnen. Vermarktet werden die mittlerweile 30 Urdinkel-Produkte von Sutterlütty.