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Edeka Scherer - Trostberg Eigenproduktion schafft Vertrauen

Sonja Plachetta | 18. August 2013

Mit ihrem Frischekonzept hat die Kaufmannsfamilie Scherer den Umsatz im aus der Regie übernommenen Trostberger Edeka-Markt um 120 Prozent gesteigert.

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Um sich von den Wettbewerbern abzusetzen, muss man der Beste sein, findet Edeka-Kaufmann Georg Scherer. Das seit 1905 existierende Familienunternehmen mit Sitz in bayerischen Schnaitsee, das sechs Edeka-Märkte, zwei Getränkemärkte und einen Blumenladen betreibt, setzt deswegen auf Artikel aus eigener Produktion sowie auf regionale Lieferanten. Im mit 1.918 qm größten Geschäft in Trostberg stammen nach Angaben von Scherer 10 Prozent der 35.000 Artikel aus eigenen Betrieben. Dazu zählen die Bäckerei und Konditorei in Schnaitsee, von der aus zweimal täglich Backwaren und Torten in die Filialen geliefert werden. Zudem wird in einer Backstube das Holzofenbrot gebacken, das es exklusiv in den Scherer-Bäckereien gibt. Das kommt bei den Kunden an: 10 Prozent Umsatzanteil hat die selbstbetriebene Vorkassenbäckerei in Trostberg.

In der eigenen Küche stellen acht Köchinnen Feinkostsalate, Obatzda und Convenience-Mahlzeiten her sowie warme Gerichte, die in Trostberg im an die Bäckerei angeschlossen Bistro angeboten werden. Pro Tag werden 400 Essen ausgeliefert – außer in die Märkte auch an Schulen und Kindergärten. Zudem gibt es einen Partyservice.

Dazu kommen 100 Schnitzel und 50 kg Leberkäse am Tag, die aus der hauseigenen Metzgerei stammen. „Unsere Metzger fahren zu den Bauerhöfen und suchen sich die Tiere aus. Unser Schweinefleisch stammt von einem einzigen Bauern aus der Region“, erläutert Scherer. Das Kalb- und Rindfleisch, ebenfalls aus der Region, wird drei Wochen abgelagert, auf Wunsch auch länger. Der Schlachtbetrieb ist biozertifiziert. „Die Bauer werden im Handzettel abgebildet, das schafft Vertrauen“, sagt der Edeka-Händler. Die Qualität hat ihren Preis. „Angebotsware wie Schnitzel beziehen wir von der Edeka, diese Mengen könnten wir gar nicht produzieren.“ Im Räucherofen in Trostberg wird des Weiteren auch der Fisch für die anderen Filialen geräuchert. Die Eigenproduktion soll weiter ausgebaut werden. So ist z. B. geplant, auch die Fisch-Feinkostsalate selbst herzustellen.

Im 2010 von der Edeka übernommenen Trostberger Markt ist beim Umbau 2011 Platz geschaffen worden für noch mehr Frische. Die Bäckerei wurde von 4 auf 11 m, die Theken wurden von 16 auf 24 m erweitert, und die Fischtheke kam hinzu. Der Frischeanteil am Umsatz beträgt 65 Prozent. Inzwischen haben Scherers den Umsatz durch das veränderte Frischekonzept im Vergleich zum Regiebetrieb um 120 Prozent gesteigert. „Frische ist tägliche Arbeit“, sagt Scherer. Diese erledigen 250 Mitarbeiter, 70 davon in Trostberg. Ausgebildet werden nicht nur Einzelhandelskaufleute, sondern auch Floristen, Bäcker und Metzger – damit die Qualität in allen Betrieben des Unternehmens langfristig gesichert ist.

Fakten zu Edeka Scherer
  • Adresse: Herzog-Otto-Straße 11, 83308 Trostberg
  • Neueröffnung: Oktober 2011 (nach dreimonatigem Umbau)
  • Verkaufsfläche: 1.918 qm; plus Tankstelle und Getränkemarkt (400 qm)
  • Sortiment: 35.000 Artikel, davon fast 10 Prozent aus Eigenproduktion
  • Mitarbeiter: 70
  • Bruttoumsatz 2013 (geplant): 11 Mio. Euro
  • Durchschnittsbon: 22 Euro
  • Öffnungszeiten: Mo. bis Sa., 7 bis 20 Uhr; Bäckerei auch So., 7.30 bis 10.30 Uhr
Bildquelle: Seeberger
LPV GmbH

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