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Rewe Weinheim Der beste Einfall gewinnt

Sonja Plachetta | 27. September 2018

In Kreativsitzungen entwickelt das Team des Rewe-Centers Weinheim immer neue originelle Verkaufsideen. Der Markt punktet außerdem mit einem schönen Ladendesign, Eigenproduktion und einem breiten Convenience-Angebot.

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Dunja Storck hat schon viele erfolgreiche Läden geführt. Sie hat zum Beispiel mit dem Rewe-Center in Heidelberg-Rohrbach die Auszeichnung „Supermarkt des Jahres 2016“ gewonnen und zuletzt den Standort in Mannheim-Sandhofen mit aufgebaut. Doch an ihrem neuen Arbeitsplatz, dem Rewe-Center im Multzentrum in Weinheim, gerät die erfahrene Marktleiterin richtig ins Schwärmen: „Das ist der bisher schönste Markt, den ich mitgeplant habe.“ Voller Begeisterung läuft Dunja Storck über die 4.920 Quadratmeter große Verkaufsfläche, hält hier an und da an und zeigt stolz die Besonderheiten unter den 45.000 Artikeln. Kein Wunder, dass sie den Markt „mein Baby“ nennt. Und selbst die Führungsspitze der Rewe Südwest äußert sich ähnlich enthusiastisch über den Standort. Vertriebsleiter Holger Kuppe sagt etwa, dass nur das Beste aus verschiedenen Rewe-Center-Konzepten in die Planung eingeflossen sei.

Fakten im Fokus
  • Verkaufsfläche: 4.920qm
  • Mitarbeiter: 79
  • Artikel: 45.000
  • Kunden pro Woche: 25.000
  • Öffnungszeiten: Mo. bis Sa., 7 bis 24 Uhr

Na, dann schauen wir uns das Vorzeigeobjekt, das nach zehnmonatigem Umbau am 26. Oktober 2017 ans Netz gegangen ist, doch einmal genauer an. Der Empfang ist freundlich: hohe Glasfront, ein breiter, offener Eingangsbereich, helle Fliesen und ein Lächeln vom Mitarbeiter am Info-Stand, der auch als Schalter für den Abholservice dient. „Vor allem junge Leute bestellen viel online“, erklärt Dunja Storck. Montag, Donnerstag und Freitag seien die stärksten Tage, da gingen bisher bereits jeweils um die 20 Bestellungen ein.

Die meisten Kunden – aktuell rund 25.000 pro Woche – kaufen aber im Markt ein. Sie kommen zunächst an der Blumenwelt vorbei, wo zwei Floristinnen Sträuße binden, die auf einem sonderangefertigten Holzmöbel gut sichtbar im Gang stehen und dort viele Abnehmer finden. Dann beginnt – mit den Worten von Hanno Rieger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Rewe Südwest, – der „moderne Marktplatz von morgen“ mit der mit viel Holz gestalteten Obst- und Gemüseabteilung. Schon dort legen die insgesamt 79 Mitarbeiter Wert auf die Präsentation regionaler Produkte. Wobei Dunja Storck betont: „Lokalität zieht noch besser als Regionalität.“ Aktuell beliefern neun lokale und um die 40 regionale Produzenten den Markt mit ihrer Ware.


Rund um die Obst- und Gemüseabteilung finden eilige Konsumenten, von denen es wegen einer naheliegenden Schule und vielen Firmen zahlreiche gibt, eine große Auswahl an frischer Convenience. Sie können wählen, ob sie an der Salatbar zugreifen, frisch zubereitete, abgepackte To-go-Produkte mitnehmen, eine Flasche an der Saft-Bar zapfen oder sich an der heißen Theke anstellen wollen. „Bis auf Hähnchen und die Brötchen machen wir dort alles selbst“, sagt Stefano Di Luca, der die Serviceabteilungen leitet. „Pro Woche stellen wir rund 1,3 Tonnen an Eigenproduktionen her.“ Frikadellen sind an der heißen Theke der Renner. Die Mitarbeiter stellen zudem auch Wurst- und Fleischspezialitäten für die Theken und den SB-Verkauf her.


Neben der heißen Theke befindet sich ein Stand des aus der pazifischen Küche kommenden Konzepts „Poké Bay“, das die Rewe außer in Weinheim sonst nur in Berlin und München testet. Poké Bowls sind eine beliebte hawaiianische Vorspeise, die die Kunden bequem mit nach Hause nehmen können. Ein Poké Bowl mit Lachs kostet 7,45 Euro, die vegetarische Variante 50 Cent weniger. Bald sollen dort auch warme Gerichte im Angebot sein.

Direkt im Anschluss an die Obst- und Gemüseabteilung schließt sich die Käsetheke als Frischeinsel an. Im einsehbaren Produktionsbereich bereitet Käsesommelier Alexander Seitenzahl stets neue Kreationen zu. Er gibt sein Wissen, wie auch Weinsommelier Heiko Stilgenbauer oder Biersommelier Thomas Neumeister, gern an Gourmetabenden weiter, die in der Weinabteilung mit verschiedenen Themenschwerpunkten einmal im Monat stattfinden. Auch zum monatlichen Brunch mit Produkten lokaler Lieferanten können sich Kunden anmelden.

Der Laufweg führt die Kunden weiter an der Backstation vorbei, wo das Team auch den Verkauf von Blechkuchen testet, hin zu den mehr als 20 Meter langen Bedientheken mit Fisch, Fleisch, Wurst und Antipasti. Jeder Mitarbeiter hat eine eigene Visitenkarte, damit die Kunden ihren Ansprechpartner kennen. Ein von hinten befüllbarer Kühlschrank für SB-Fleisch schließt sich an die Theken an.

Schnell gelesen

Rewe-Center, Berliner Platz 1, 69469 Weinheim

  • Der knapp 5.000 Quadratmeter große Markt besticht mit einer großen Auswahl an Ultrafrische – von der Salatbar über die Saft-Bar bis hin zur heißen Theke mit Produkten aus eigener Herstellung.
  • Pro Woche stellt das Team 1,3 Tonnen an Eigenproduktionen her.
  • Weinheim ist einer von drei Märkten, in dem die Rewe das Convenience-Konzept „Poké Bay“ testet.
  • Die Weinabteilung bietet nicht nur viele Spezialitäten aus der Region, sondern auch Platz für die monatlichen Gourmetabende.

Dann gelangt man in die Feinkostabteilung, die durch Kachelsteinoptik und weißes Holz ein warmes Ambiente schafft. „Rewe Feine Welt“-Artikel sind dort an einer Säule mit integrierter Kühlung prominent platziert. In der anschließenden Weinabteilung zieht der abschließbare Spirituosenschrank mit wechselnder farblicher Beleuchtung die Blicke auf sich. Wegen der persönlichen Beratung und vielen Spezialitäten aus der Region liegt der Umsatzanteil bei rund acht Prozent. Manchmal sind dort auch Hochzeitsgesellschaften anzutreffen, die eine Weinprobe machen.

Diese und andere originelle Ideen wie das Platzieren von Melonen- oder Grillboxen für fünf Euro am Eingang entstehen in der monatlichen Kreativsitzung. „Gutes Ladenpersonal, das kreativ ist und Verantwortung übernimmt, ist schwieriger zu finden als Servicepersonal“, ist Dunja Storcks Erfahrung. „Da muss man viel bieten.“ Es gibt deshalb jede Woche eine Mitarbeitersprechstunde und jeden Monat einen Stammtisch mit gemeinsamen Unternehmungen. Zudem darf jeder drei Seminare im Jahr besuchen. „Das erhöht die Motivation und das Wissen“, sagt sie. Und so schwärmt sie am Ende noch einmal: „In diesem schönen Markt ist das Schönste das Team, in dem wir immer neue Ideen entwickeln und alle mit Begeisterung dabei sind.“

LPV GmbH

Am Hammergraben 14
56567 Neuwied
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