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Penny, Ehrenfeldgürtel, Köln Der untypische Discounter

Christina Steinheuer | 29. April 2014

Penny ist zwar ein Discounter, macht aber vieles anders als die anderen. Am Beispiel einer Kölner Filiale zeigt die LP, wie Penny „tickt“ und wie sich die Neuausrichtung entwickelt.

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Penny-Filialen sind nicht alle gleich, und auch vergleichbar mit Aldi, Lidl und Netto ist der Lebensmittel-Discounter der Rewe Group nur auf den ersten Blick. Penny muss vieles anders machen: Denn noch einen typischen Discounter braucht der Markt nicht, ein untypischer kann allerdings seine Berechtigung haben. Der Ende 2010 begonnene Sanierungsplan ist in vollem Gange: 2015 werden alle gut 2.200 Penny-Filialen umgebaut sein. Im Westen sind es schon alle, auch die Filiale am Ehrenfeldgürtel in der Kölner Innenstadt.

Seither ist die Obst- und Gemüseabteilung nicht mehr im hinteren Teil der Filiale, sondern am Markteingang: Decke und Bodenfliesen sind hell, fast weiß, die Wand ist hellgrau verkleidet und trägt den großen, weißen Schriftzug „Obst & Gemüse“. Das Gleiche kurz vor den drei Kassen auf der gegenüberliegenden Marktseite bei „Weine & Spirituosen“. Als Design-Element und Orientierungshilfe findet sich der Schriftzug zudem bei „Süßwaren“ sowie „Joghurt & Co.“. Im Vergleich zu früher wirken die umgebauten Filialen freundlicher und heller, die hellgrauen TK-Truhen (drei Reihen vor den Kassen) lassen ein Raumgefühl entstehen, gewähren dem Kunden einen gewissen Überblick über den Markt.

Die Neonröhren werden noch 1 zu 1 gegen LED-Röhren ausgetauscht. Die geben besseres Licht und sparen Strom. Künftig werden alle Kühlregale Glastüren haben, nicht nur das Fleisch-SB-Regal. Dort findet sich ganzjährig seit über einem Jahr die Eigenmarke Steak Selection (hochwertige Rindfleisch-Steaks aus verschiedenen Ländern). Premium-Artikel wie sie oder edle Württemberger Weine würde man in einem Penny nicht unbedingt vermuten. Untypisch für einen Discounter ist auch eine Stolpertruhe gegenüber vom Käse-/Wurstregal, in der hochwertige italienische Desserts (Tiramisù), Wurstwaren (Negroni) und Antipasti liegen.


Für die eiligen Kunden steht in der Obst- und Gemüseabteilung am Markteingang das Convenience-Regal. Auffällig, durch einen lindgrünen Rahmen hervorgehoben, bietet es unter der Eigenmarke „Penny to go“ junge und moderne Artikel zum Sofortverzehr wie Wraps, Salate, Sandwiches, Ayran, Bulgur. Unter der neuen Dachmarke Bäckerkrönung finden sich jetzt Artikel aus der Backstation, außerdem vom Schwesterbetrieb Glockenbrot sowie von Industrie-Lieferanten. Doch auch die Preiseinstiegsmarke „Penny“ wird ausgebaut. Neu sind Penny-Toast und Penny-Baguette. Und Penny’s gibt es bald auch – diese Eigenmarke wird z. B. Törtchen kennzeichnen. Dazu werden die Verpackungen neu gemacht, große Sichtfenster sollen her und damit mehr Transparenz. Auch das ist eher untypisch für einen Discounter.

Lange für die Kunde da
  • Adresse: Penny-Markt Ehrenfeldgürtel 95, 50825 Köln
  • Kontakt: Tel. 0221/20 19 99 59
  • Marktleiter: Stefan Mussauer
  • Mitarbeiter: 13
  • Öffnungszeiten: Mo.-Sa.: 7-22 Uhr
  • Eröffnung: 25.09.2007
  • Verkaufsfläche: 775 qm
  • Sortiment: ca. 2.500 Artikel gesamt
  • Obst und Gemüse: ca. 100 Artikel
  • TK: ca. 140 Artikel
  • Wein und Spirituosen: ca. 125 Artikel
  • Brot und Backwaren: ca. 80 Artikel
  • Fleisch/Wurst (frisch): ca. 130 Artikel
  • Nonfood-Anteil: ca. 6 bis 8 Prozent
  • Durchschnitts-Bon: 10,35 Euro
  • Kassen: 3