Allgäuland Standort Riedlingen wird geschlossen

Arla Foods plant strukturelle Veränderungen bei der kürzlich übernommenen und damals vor der Insolvenz stehenden Allgäuland-Käsereien GmbH.

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„Das ist ein erforderlicher Schritt, um die Grundlage für eine wirtschaftliche Unternehmensentwicklung zu schaffen", sagt Torben Olsen, Geschäftsführer Arla Foods Deutschland. „Leider müssen dazu auch die Produktionsstrukturen angepasst werden." Dies betreffe insbesondere den Standort Riedlingen.

Es sei vorgesehen, die dortige Produktion stillzulegen. Für die von der Schließung betroffenen rund 100 Mitarbeiter werde gemeinsam mit dem Betriebsrat eine sozialverträgliche Lösung angestrebt. So erhalten die Kollegen das Angebot, sich über eine Transfergesellschaft in ein neues Arbeitsverhältnis vermitteln zu lassen. Außerdem werde geprüft, ob einzelne Mitarbeiter an anderen Standorten in der Region eingesetzt werden können.

Der Fokus von Arla Foods bei der Übernahme von Allgäuland liegt auf der Herstellung von Käsespezialitäten. In Riedlingen hingegen wird ausschließlich Standardware produziert. Die zur Verfügung stehenden Milchmengen sollen auf Betriebe konzentriert werden, an denen sich Käsespezialitäten effektiv herstellen lassen. Um die Qualitätsstandards in Riedlingen auf das Niveau von Arla zu bringen, wären extrem hohe Investitionen notwendig.

„Die Stilllegung des Standortes ist daher leider unvermeidbar. Wie alle weiteren Maßnahmen dient sie dazu, Allgäuland wieder wettbewerbsfähig zu machen", erklärt Torben Olsen. „Wenn uns das gelingt, können wir die Mehrzahl der Arbeitsplätze im Unternehmen sichern." Der Vertrieb sowie Führungsfunktionen im Marketing werden aus Wangen zur Arla Foods Deutschland GmbH nach Düsseldorf sowie in die Unternehmenszentrale im dänischen Viby verlagert. Die verbleibenden Produktionsstätten in Bad Wörishofen, Kißlegg und Sonthofen sollen sich künftig stärker auf die Herstellung von Käsespezialitäten konzentrieren. „Wir planen Investitionen, um die Qualität und die Produktionseffizienz an diesen Standorten zu verbessern", so Olsen.