Gerolsteiner Brunnen Mehr Eifel-Wasser für die USA

Lebensmittel Praxis | 07. Juli 2011

Mit Unterstützung des US-Handelsriesen Costco will Gerolsteiner seinen bisher minimalen Marktanteil auf dem amerikanischen Markt deutlich steigern.

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Nach immerhin schon zehn Jahren Präsenz auf dem US-Markt exportiert die Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG zwar 7 Mio. l Mineralwasser jährlich in die USA. Diese Menge entspricht jedoch gerade einmal 1 Prozent der Gesamtproduktion. Das will der Mineralwasser-Hersteller jetzt mit gezielten PR-Maßnahmen ändern und damit an den Erfolg seines Japan-Engagements anknüpfen. Denn erst ab einem Exportvolumen von 10 Mio. l rechne sich das Geschäft.

Um wie in Japan die Marktführerschaft in den USA zu erreichen, hat sich Gerolsteiner-Chef Axel Dahm mit dem Österreicher Kurt Gutenbrunner prominente Unterstützung geholt. Der Sterne-Koch betreibt in New York fünf Restaurants und soll über diesen Weg das Mineralwasser aus der Eifel unter seinen Gästen und Kollegen bekannt machen. Hiervon erhofft sich Dahm einen nachhaltigen PR- und Image-Effekt, da man sich große Werbekampagnen nicht leisten könne. „Wir sind auf Mund-zu-Mund-Propaganda angewiesen", bekennt Dahm.

Bisher trinken die meisten US-Amerikaner überhaupt kein Mineralwasser; sie konsumieren entweder Leitungswasser oder einfaches Flaschenwasser ohne Kohlensäure. Zu den großen Anbietern bei den kohlensäurefreien Flaschenwassern gehören die Marken Poland Spring von Nestlé und Dasani von Coca-Cola. Auch Evian von Danone steht in den Regalen der US-Supermärkte. Wenn die Amerikaner zu prickelndem Mineralwasser greifen, dann handelt es sich zumeist um San Pellegrino oder Perrier. Beide Marken gehören zum Schweizer Lebensmittel-Konzern Nestlé. Doch hat Gerolsteiner das Problem, dass in den meisten Supermärkten gar kein Gerolsteiner Mineralwasser angeboten wird. Hier hofft man auf die Kooperation mit Costco, einem der größten Einzelhändler in den USA mit gigantischen Supermärkten im ganzen Land.