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Bundesministerium für Ernährung Giftstoffe in Verpackungen

Lebensmittel Praxis | 12. August 2014

Das Bundesernährungsministerium will das Problem krebserregender Gifte aus Lebensmittelverpackungen anpacken. Länderbehörden haben wiederholt Überschreitungen von zulässigen Höchstgehalten bei Druckfarben festgestellt. Zudem seien auch immer wieder erhöhte Mineralölwerte in Lebensmittelverpackungen aufgetaucht. Hier soll es künftig Grenzwerte geben.

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Das Ministerium will nach eigenen Angaben eine Positivliste erstellen. Farben, die Stoffe enthalten, die nicht getestet seien und nicht auf der Liste stehen, sind dann nicht mehr erlaubt.

Ernährungsminister Christian Schmidt (CSU) will der EU-Kommission demnächst eine Verordnung für Druckfarben in Lebensmittelverpackungen vorlegen. Die Verbraucherorganisation foodwatch kritisierte: „Das entscheidende Problem geht der Minister nicht an. In Recyclingkartons, in denen Lebensmittel verpackt sind, befinden sich Hunderte von teils hochgiftigen Chemikalien, die im Verdacht stehen, Krebs auszulösen oder das Erbgut zu schädigen. Das ist seit Jahren ebenso bekannt wie die Lösung des Problems: Die Lebensmittelindustrie muss eine geeignete Barriereschicht in die Verpackungen aufbringen, um die Lebensmittel und damit die Verbraucher vor dem Chemiecocktail wirksam zu schützen.“ Allerdings würde das Zusatzkosten verursachen, die die Industrie vermeiden möchte.

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