Rotkäppchen-Mumm Sinkende Nachfrage nach klassischem Sekt

Lebensmittelpraxis | 05. April 2014

Die Kellerei Rotkäppchen-Mumm bekommt den nachlassenden Sektdurst in Deutschland zu spüren. 2013 verkaufte der Branchenprimus 234 Mio. Flaschen Sekt, Spirituosen und Wein - ein Minus von 6,4 Mio. Flaschen oder 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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Der Umsatz sank um 3,8 Prozent auf 823 Mio. Euro. Auch das Ergebnis war rückläufig, allerdings nennt das Unternehmen dazu keine Zahlen. Vorstandschef Christof Queisser kündigt an, das Angebot mit neuen Schaumweinmischungen zu erweitern.

Insgesamt sei er mit der Bilanz 2013 zufrieden, sagte Queisser. In einem schrumpfenden Markt habe das Unternehmen aus Freyburg in Sachsen-Anhalt in allen Segmenten Anteile dazugewonnen. Im Lebensmittel-Einzelhandel komme inzwischen mehr als jede zweite verkaufte Flasche Sekt aus dem Hause Rotkäppchen-Mumm. Der Marktanteil stieg 2013 trotz eines Absatz-Minus von 4,8 Prozent auf 51,2 Prozent (Vorjahr: 49,6). Queisser rechnet auch 2014 mit einem „leicht rückläufigen Markt für Sekt".

Bei den Spirituosen erreichte das Unternehmen mit Weinbränden und dem Nordhäuser-Korn einen Marktanteil von 8,2 Prozent (Vorjahr: 8). Auch mit Rotkäppchen- und Blanchet-Weinen habe man leicht zulegen können. In allen Segmenten plant Queisser 2014 mindestens eine Stabilisierung oder einen leichten Ausbau der Marktposition.

Rotkäppchen-Mumm will in diesem Jahr mit neuen Produkten punkten. Während der klassische Sekt weniger gekauft werde, steige die Nachfrage nach Fruchtsaft-Schaumwein-Mischungen, hieß es.