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Toilettenpapier Nachschub gesichert

Lebensmittel Praxis | 27. März 2020
Toilettenpapier: Nachschub gesichert
Bildquelle: Getty Images

Die anhaltenden Hamsterkäufe von Toilettenpapier beschäftigen nun sogar die Polizei. Hersteller Essity und Hakle betonen: Die Versorgung ist gesichert.

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Aus Furcht, beim Kauf von Toilettenpapier zu kurz zu kommen, hat eine Frau in Frankfurt am Mittwoch einer Verkäuferin ins Gesicht geschlagen und diese gestoßen. Die hessische Polizei leitete ein Verfahren wegen Körperverletzung ein. Die Verkäuferin hatte die Kundin der Hygienevorschrift gemäß gebeten, am Eingang einer Drogerie zu warten. Dadurch habe sich die 51-Jährige gegenüber anderen Kunden nach eigenen Angaben benachteiligt gesehen, berichtet die Polizei.

Die Hersteller von Hygienepapieren beruhigen: Es gibt es keinen Grund für die Hysterie. Die Produktionskapazitäten wurden erweitert.

„Wir produzieren weiter, es gibt keinen Grund für Hamsterkäufe oder Panik“, sagt Michaela Wingefeld, Communications Director DACH bei Essity (Zewa, Tempo). Das Unternehmen hat seine Kapazitäten angepasst, das Sortiment gestrafft und die Wartungsintervalle der Maschinen verlängert, um noch effizienter arbeiten zu können. Leichte Nachfragesteigerungen könne man noch abfangen, so Wingefeld.

Aufgrund der stark erhöhten Nachfrage aus dem Handel ab Bekanntwerden der neuartigen Coronavirusinfektionen in Deutschland hat Hakle nach eigenen Angaben seine Produktionskapazität um circa 50 Prozent erhöht. 220 Mitarbeiter produzieren aktuell jeden Tag circa 1.500 Paletten Hygienepapiere. Das entspricht rund 1,5 Millionen Rollen. In normalen Zeiten stellt Hakle täglich 1 Millionen Rollen her.

„Nun haben wir von der Bezirksregierung Düsseldorf bis zum Jahresende eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Abgestimmt mit Gewerkschaft und Betriebsrat produzieren wir aktuell 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche“, so Kristina Schmidt, Marketing bei Hakle. Der normale Verbrauch sei gesichert.

Um die eigenen Mitarbeiter wie auch ihre Familien zu schützen, hat Hakle strenge Infektionsschutzregeln etabliert, flexible Arbeitsmöglichkeiten wie Home Office eingeführt und ist ständig mit dem gesamten Team im Austausch, dazu gehöre auch, „dass wir Wünsche und Ängste ernst nehmen und uns gegenseitig bestmöglich unterstützen“.

LPV GmbH

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