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Homann Überprüft Umzugspläne nach Sachsen

Lebensmittel Praxis | 05. Januar 2018
Homann: Überprüft Umzugspläne nach Sachsen

Bildquelle: Homann

Trotz heftiger Proteste hatte der Feinkosthersteller Homann an der Verlagerung seines Stammwerks von Dissen nach Sachsen bislang festgehalten, nun sollen die Umzugspläne laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) noch einmal überprüft werden. Es gehe um 1200 Arbeitsplätze und Millioneninvestitionen.

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Feinkosthersteller Homann will seine Umzugspläne für das Stammwerk im niedersächsischen Dissen nach Leppersdorf in Sachsen laut Medieninformationen überprüfen. Bestimmte Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren erfordern eine weitergehende Überprüfung, sagte ein Sprecher der Unternehmensgruppe Theo Müller am Freitag.

Zuvor hatte das Bielefelder „Westfalen-Blatt“ berichtet, das knapp 300 Millionen Euro teure Projekt werde auf den Prüfstand gestellt. „Als Abschluss der Überprüfungsphase werden wir mit der Umsetzung des Projektes fortfahren“, sagte der Sprecher. Einen Zeitrahmen und weitere Details wollte er dafür nicht nennen.

Das Land Sachsen wolle unterdessen für die Ansiedlung kämpfen. Man sorge weiterhin dafür, „dass keine aus Sicht der Unternehmensgruppe entscheidungsrelevanten Faktoren, die durch den Freistaat Sachsen beeinflussbar sind, einer Bestätigung der Entscheidung für die Großansiedlung am Standort Leppersdorf entgegenstehen», sagte ein Sprecher von Wirtschaftsminister Martin Dilig (SPD).


Der Betriebsratsvorsitzende Andreas Straede in Dissen reagierte verhalten auf den Zeitungsbericht und die Aussagen des Unternehmens. „Ich will keine Hoffnungen wecken, das ist alles Lesen im Kaffeesatz», sagte Straede der dpa. Er gehe weiter vom angekündigten Schließungstermin Ende Februar 2020 aus. „So ist es im Sozialplan und Interessensausgleich vereinbart. Sollte es andere Entscheidungen geben, müssen wir weitersehen.“

Der Homann-Aufsichtsrat hatte demnach im Juni 2017 beschlossen, seine Produktion in Sachsen zu bündeln. In Leppersdorf betreibt Müller bereits eine große Molkerei. Im Zuge der Konzentration sollten die Werke in Dissen, Bad Essen, Bottrop und Floh-Seligenthal in Thüringen 2020 geschlossen werden, heißt es.

Das Unternehmen hatte argumentiert, die alten Standorte seien nicht mehr wettbewerbsfähig. In der Region Osnabrück gab es mehrfach Proteste gegen die Schließungspläne, dort wären demnach 1.200 Arbeitsplätze betroffen. Insgesamt beschäftigt Homann rund 3.000 Mitarbeiter.