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Veltins Kein Drehen an der Preisschraube

LEBENSMITTEL PRAXIS | 07. Juli 2017
Veltins: Kein Drehen an der Preisschraube

Bildquelle: Veltins

Veltins setzte im 1.Halbjahr 2017 den Wachstumskurs fort und steigerte den Ausstoß um 0,7 Prozent auf 1,489 Mio. hl. Besonders das Traditionsbier Grevensteiner legte mit 22 Prozent überdurchschnittlich stark zu.  Anders als manche Wettbewerber will die Brauerei aus Meschede-Grevenstein zunächst keine Preiserhöhung durchsetzen.

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„Bei der Kostenentwicklung ist es nachvollziehbar, wenn Brauereien ihre Preise gegenüber dem Handel erhöhen. Allerdings bleibt die Frage offen, wie weit der Verbraucher hier mitgeht. Wir sind da noch nicht sicher und wollen den Markt weiter beobachten“, sagt Michael Huber, Generalbevollmächtigter der Brauerei C & A Veltins. Hintergrund der aktuellen Debatte ist eine Preiserhöhung von Krombacher. Die Brauerei aus Kreuztal hat zum 1. Oktober angekündigt, die UVP für Flaschenbiere um durchschnittlich 1 Euro je Kasten anzuheben. Auch Bitburger-Chef Axel Dahm erklärte in einem Interview mit dem Handelsblatt, dass die Preisstellung für Bier im Handel so nicht mehr tragbar sei.

Höhere Margen sind mit Spezialitäten und Traditionsbieren möglich. Die Veltins-Marken Grevensteiner Original und Ur-Radler machen aber mit einem Ausstoß von 82.337 hl einen noch geringen Anteil am gesamten Veltins-Portfolio aus. Spaß bereitet der Veltins-Führungsriege um Huber, Dr. Volker Kuhl (Geschäftsführer Marketing/Vertrieb) und Herbert Sollich (Marketingdirektor) auch das Dosengeschäft. Das Gebinde legte nur für die Marke Veltins um 15,5 Prozent auf 73.720 hl zu. Eine Neulistung bei Aldi für die 0,5-l-Dose werde dieses Wachstum noch beflügeln, ist sich Huber sicher.  Dabei sei es wichtig, auch im Harddiscount die Preisstellung hoch zu halten. Im Falle der Aldi-Listung soll der Preis über dem Niveau eines Halbliter-Kastens liegen.

Für das zweite Halbjahr erwartet Huber keine großen Überraschungen. „Die spannendste Frage wird sein, wer Hasseröder und Diebels kauft“, erklärt er. Ansonsten profitiere man von der guten Situation auf dem Arbeitsmarkt. Lediglich das Thema politische Restriktionen im Rahmen einer neuen Regierungsbildung sei ein nicht abschätzbares Thema.

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