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Küstenfischerei Gemeinsame Vermarktung

Lebensmittel Praxis | 12. Juni 2017
Küstenfischerei: Gemeinsame Vermarktung

Bildquelle: gettyimages

Aufgrund der anhaltend sinkenden Zahl von Kutter- und Küstenfischern in Mecklenburg-Vorpommern fordert der Landesverbandschef Günter Grothe einen Neuanfang. Er schlug die Schaffung einer landesweit operierenden Erzeugerorganisation vor, in der die Ostseefänge eingebracht und gemeinsam unter einheitlicher Marke vermarktet werden.

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Allein im vergangenen Jahr gaben 22 Fischer das Handwerk auf. Aufgrund der Altersstruktur in der Fischerei - rund 30 Prozent der Küstenfischer sind älter als 60 Jahre - erwartet das Ministerium weitere Betriebsaufgaben in den kommenden Jahren. Mit einer landesweit einheitlichen Erzeugerorganisation gebe es einen handlungsstarken Partner auch für die Politik, warb Grothe für den Zusammenschluss. Der Verbandschef kritisierte auch die eigene Branche. Egoistische Vermarktungswege hätten zusätzlich die Preise verdorben. Vielfach würden Fischereibiologen als Feinde betrachtet.

Die Küstenfischer sind skeptisch, ob eine Direktvermarktung der Fänge so funktioniert wie bei den Binnenfischern, die damit höhere Erlöse erzielen. „Wir haben deutlich größere Fangmengen in der Küstenfischerei. Wir sind auf die industrielle Verarbeitung angewiesen“, schimpfte Fischer Thomas Brauns aus Freest.

 

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