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Merz Consumer Care Merz Consumer Care: Schlecker-Pleite hat Drogerieabteilungen im LEH verändert

Lebensmittel Praxis | 07. Oktober 2013
Merz Consumer Care: Merz Consumer Care: Schlecker-Pleite hat Drogerieabteilungen im LEH verändert

Das Unternehmen Merz Consumer Care, das mit den Marken Tetesept und Merz Spezial im Lebensmittel-Einzelhandel, Drogeriemärkten und Apotheken vertreten ist, beobachtet deutliche Veränderungen im LEH durch die Pleite von Schlecker.

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So hätten einige Vollsortimenter durch eine veränderte, optimierte Platzierung der Drogeriewarenbereiche und durch entsprechende Regal-, Boden- und Deckengestaltung eine zum „Verweilen und Stöbern einladende Drogerieatmosphäre“ geschaffen. Zudem wurden neue Lichtkonzepte eingesetzt, um die Warenpräsentation noch ansprechender zu gestalten. „Ein solches Konzept ist allerdings nur für größere Geschäfte über 1.000 qm wirklich umsetzbar“, sagt Anja Fenske-Bengisch, Vertriebsdirketorin bei Merz Consumer Care. Die kleineren Outlets hingegen hätten den Vorteil, in ländlicheren Gebieten häufig die alleinigen Anbieter des OTC-Sortiments zu werden. Es habe sich jedoch gezeigt, dass die erfolgreiche Übernahme der Rolle des Nahversorgers, wie sie Schlecker aufgrund seines flächendeckenden Filialnetzes innehatte, auch entsprechende Sortimentsveränderungen und -erweiterung bedingt. „Auch wenn Schlecker im Vergleich zu anderen Drogeriemärkten ein recht überschaubares Sortiment angeboten hatte, waren die ehemaligen Schlecker-Käufer eine gewisse Auswahl und Sortimentsbreite gewohnt“, sagt Fenske-Bengisch.

Mit Blick auf die Wanderungssalden haben LEH und Fachhandel laut GfK zunächst von der Schleckerinsolvenz profitieren können (70 Prozent vs. 30 Prozent Drogeriemärkte). Komplettiere man das Bild, so zeige sich jedoch, dass in einer zweiten Phase 54 Prozent vom LEH & Fachhandel zu den Drogeriemärkten zurückgewandert sind. In Summe gingen somit die Drogeriemärkte als Gewinner aus der Schleckerinsolvenz hervor (siehe Grafik). „Der Wegfall von Schlecker war für den gesamten Markt, alle Marktteilnehmer und natürlich auch für uns ein sehr bedeutendes Ereignis“, sagt Fenske-Bengisch. Mit gezieltem Category Management habe man LEH-Kunden bei Sortiments-, Platzierungs- und Promotionthemen tatkräftig unterstützt. Beispielsweise würden Regalfahnen und ein farbiges Regalleitsystem dabei helfen, die Suchzeit für den Shopper deutlich zu verringern, die Anzahl der Fehlzugriffe zu reduzieren und somit die Einkaufszufriedenheit zu steigern. Hinsichtlich Zweitplatzierungsmaßnahmen konnte bislang jedoch kein signifikanter Anstieg im Bereich OTC festgestellt werden, obwohl dies laut Fenske-Bengisch eine gute Möglichkeit darstellt, fehlende Regalfläche auszugleichen.

Im vergangenen Jahr launchte Merz Consumer Care unter der Marke Anginosan Halsschmerztabletten in zwei Referenzen (Classic und Kirsche). Diese Einführung sei die erfolgreichste im Bereich Erkältung der vergangenen fünf Jahre im gesamten Erkältungsmarkt gewesen. Das Besondere an den Tabletten sei der neue Wirkstoff Polyhexanid. Dieser greife die Halsschmerzen verursachenden Bakterien in Mund- und Rachenschleimhäuten an und bekämpfe diese auf physikalische Weise. Bei der Variante Classic habe man für die jetzige Saison nochmals eine klarere Referenzbezeichnung und eine Rezepturoptimierung vorgenommen und damit auf Anregungen von Verbrauchern reagiert. Diese Variante wird nun als „Minze“ vertrieben. Mit Tetesept Rhinolind, Tetesept Schnupfen-Kapseln forte Nase & Kopf sowie dem pflanzlichen Hustenlöser von Tetesept startet das Unternehmen mit drei neuen Produkten in die Saison.

Bild: Wanderungssalden (Umsatz) in Prozent. (Quelle: GfK ConsumerScan, Juli-Dez. 2012 vs. Juli-Dez. 2011)