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Landgard Landgard stabilisiert

Lebensmittel Praxis | 01. November 2012
Landgard: Landgard stabilisiert

Bildquelle: Landgard

Der Landgard Konzern blickt wieder nach vorn: Nach einem Verlust von 61,5 Mio. Euro im vergangenen Jahr soll das Ergebnis 2012 deutlich besser ausfallen.

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Davon sind die beiden neuen Vorstände Gerold Kaltenbach und Ju?rgen Rosar u?berzeugt, die bis 2016 rund 10 Mio. Euro sparen wollen. Schon seit Amtsantritt der beiden im Juni habe sich die finanzielle Lage stabilisiert. Als Gru?nde fu?r den Verlust 2011 benannten sie „organisatorische und interne Defizite, hervorgerufen durch das schnelle Wachstum in der Vergangenheit" sowie externe Einflu?sse wie die EHEC-Krise und Insolvenzen von zwei wichtigen Kunden in Deutschland und Großbritannien. Laut Rosar stehen sämtliche Unternehmensbereiche auf dem Pru?fstand, auch die Cash-&-Carry-Märkte. Aber: „Das Vermarktungskonzept Cash & Carry fu?r den Fachhandel als Ganzes stellen wir dabei jedoch nicht in Frage." Sicher gebe es Optimierungspotenzial, etwa im Bereich der Produktdifferenzierung. 2012 werde man am Jahresende mit diesem Bereich ein „gutes Umsatzplus verzeichnen". Dazu drei Fragen an die Vorstände:

1. Sie haben vor kurzem angekündigt,  Ihr Unternehmen sei „an der ein oder anderen Stelle sanierungsbedürftig" und ein umfangreiches Maßnahmenpaket angekündigt. Welches sind die wichtigsten Schritte, die Sie zur Sanierung einleiten?
Kaltenbach: Der Vorstand hat seit seinem Amtsantritt eine Vielzahl von Maßnahmen eingeleitet, um das Unternehmen kurzfristig finanziell zu stabilisieren und gleichzeitig langfristig eine Zukunftsperspektive zu schaffen. Insgesamt reden wir über 450 Einzelmaßnahmen. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen zur Kostensenkung und Einkaufsoptimierung sowie die Straffung von Organisationsstrukturen.

2. Wird der Einzelhandel diese Maßnahmen spüren (wenn ja, wie)?
Rosar: Bei allen Maßnahmen geht es darum, zielgerichtet Kosten zu senken und Einsparungen vorzunehmen, ohne die Zukunfts- und Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu gefährden. Wir sehen uns als zuverlässiger Partner des Handels in einer guten Ausgangssituation, denn wir bieten den ersthändigen Bezug und die Vermarktung erstklassiger Ware sowohl bei Blumen und Pflanzen als auch bei Obst & Gemüse. Und wir werden unsere Dienstleistungsfunktion zwischen Erzeuger und Handel weiter stärken und ausbauen.

3. Stehen Ihre Cash&Carry-Märkte auf dem Prüfstand?
Rosar: Die detaillierte Analyse sämtlicher Unternehmensbereiche läuft derzeit auf Hochtouren. Dazu gehören auch die Cash & Carry Märkte. Das Vermarktungskonzept Cash & Carry für den Fachhandel als Ganzes stellen wir dabei jedoch nicht in Frage. Sicher gibt es auch dort Optimierungspotenzial, beispielsweise im Bereich der Produktdifferenzierung. 2012 hat jedoch gezeigt, dass die Cash & Carry Märkte auf dem richtigen Weg sind und wir am Jahresende ein gutes Umsatzplus verzeichnen werden.

Bild: Strukturieren um: Gerold Kaltenbach und Ju?rgen Rosar.