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Wagner Tiefkühlprodukte „Die Wachstumsgrenze ist noch nicht erreicht“

Susanne Klopsch | 09. Februar 2012

Das Unternehmen ist bestens aufgestellt, die Gründerfamilie zieht sich zurück: Gottfried Hares, geschäftsführender Gesellschafter bei Wagner Tiefkühlprodukte , übergibt im September an Thomas Göbel. Eine Bilanz.

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Mehr als 30 Jahre markenorientierte Arbeit, in denen Wagner Tiefkühlprodukte den Markt für TK-Pizzen mit auf- und seine Anteile ausgebaut hat, das „Sorgfalts-Prinzip“ etablierte und durch die Beteiligung von Nestlé Deutschland (74 Prozent) in den vergangenen sieben Jahren die Exportquote von 14 auf 36 Prozent erhöhte: Gottfried Hares, geschäftsführender Gesellschafter Wagner Tiefkühlprodukte, hinterlässt seinem Nachfolger Thomas Göbel ein gut bestelltes Feld. Im Mai wechselt Göbel von Nestlé Deutschland ins saarländische Braunshausen und übernimmt von Gottfried Hares und dessen Ehefrau Anette im September den Vorsitz der Geschäftsleitung.

Herr Hares, wie sieht Ihre Bilanz nach 20 Jahren an der Spitze von Wagner Tiefkühlkost aus?
Gottfried Hares: Meine Frau Anette und ich haben uns sieben Jahre nach dem Einstieg von Nestlé Deutschland bei Wagner Tiefkühlprodukte entschieden, uns aus der Geschäftsführung zurückzuziehen und uns neuen unternehmerischen Aufgaben zu widmen. Die Integration ist sehr erfolgreich verlaufen: Das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren überproportional gewachsen, die Marktanteile sind gestiegen, neben der Investition in Marke und Märkte wurden mehr als 300 neue Arbeitsplätze geschaffen und es konnten umfangreiche Investitionen am Standort getätigt werden.

Die Nestlé-Beteiligung sollte Wagner Tiefkühlprodukte auch den Weg in ausländische Märkte ebnen: Ist dieses Ziel erreicht?
Absolut. Nestlé hat sich als der ideale Partner erwiesen, um unser Geschäft im In- und Ausland weiter zu entwickeln und neue Märkte zu erschließen. Seit dem Einstieg im Jahr 2005 konnte unser Gesamtabsatz um insgesamt 51 Prozent ausgebaut werden. Treiber des Wachstums ist mit einer Absatzsteigerung von 400 Prozent seit 2005 vor allem der Export (Inland: plus 11,4 Prozent). Die Exportquote stieg gleichzeitig von 14 auf 36 Prozent bei einem Gesamtumsatz von rund 400 Mio. Euro.