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Mestemacher Profil fürs Brotregal

LEBENSMITTEL PRAXIS | 08. September 2010

Mestemacher stabilisierte im letzten Jahr den Gruppenumsatz. Auch 2010 sollen wieder 111 Mio. Euro umgesetzt werden. Konservativ geplant – aber realistisch.

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„Wir sind zu groß geworden“: Ein Satz, der dieser Tage selten zu hören sein dürfte. Denkbar wohl derzeit auch nur in einem gesunden Familienunternehmen, das nachhaltigen und nicht kurzfristigen Erfolg sucht. Gesagt hat ihn Prof. Dr. Ulrike Detmers, Mitglied der Geschäftsführung und Gesellschafterin der Mestemacher-Gruppe. Sie machte damit deutlich, wie wichtig, neben ökonomischen Zielen, eine gelebte Unternehmenskultur auch in wachsenden Betrieben ist.

Mestemacher – zur Gruppe gehören die Mestemacher GmbH, Modersohns Mühlen- und Backbetriebe, Detmers Getreide Vollwertkost sowie die Aerzener Brot und Kuchen GmbH – zum Beispiel hat klare Unternehmensleitlinien, Werte und Visionen (lesenswert: www.mestemacher.de/unternehmen/unternehmenskultur/leitlinien) ohne dass unternehmerische Ziele wie Wachstum und Erfolg aus den Augen verloren werden Das hat bisher maßgeblich dazu beigetragen, dass Mestemacher im Konzentrationsprozess der Branche eigenständig geblieben ist. Und das soll auch so bleiben. Fremdkapital werde nicht benötigt.

Der Jahresumsatz der Gruppe lag schon 2008 bei gut 111 Mio. Euro, er stieg 2009 geringfügig um 0,4 Prozent. Er wird nach konservativer Planung auch 2010 in dieser Größenordnung liegen, sagt Albert Detmers, geschäftsführender Gesellschafter. Das Mestemacher Führungstrio Albert, Fritz und Prof. Dr. Ulrike Detmers präsentierten seine Zahlen im Rückblick sehr entspannt, ganz einfach war das Geschäftsjahr aber nicht.


Währungsschwankungen belasteten das Auslandsgeschäft, das mit 18 Prozent zum Jahresumsatz beiträgt. Inklusive der 77-prozentigen polnischen Beteiligung an der Benus Spólka inPosen, liegt der Exportanteil bei 24 Prozent. Zwar belasteten höhere Personalkosten das Jahr, sie konnten aber durch günstigere Getreidepreise aufgefangen werden.

Die Preissituation im Lebensmittelhandel hier zu Lande sieht das Führungstrio für den Brotbereich weniger dramatisch: „Marken werden hier nicht ausschließlich über den Preis verkauft.“ Auch habe es bei Aerzener, die ja den Preiseinstiegsbereich bei Brot bedienen, keine Wachstumsexplosion gegeben. Außerdem diversifiziere man hier gerade engagiert in den Markt für tiefgekühlte Backwaren (unter anderem mit Feingebäck, Blechkuchen. Gourmetschnitten).

Kernkompetenzen

Ohnehin sind Innovationen der Motor im Brot- und Backgeschäft der Gruppe. Neuheiten wie „Müsli-Toastbrötchen“, „Gourmet Toast Natur“ oder „Gourmet-Saaten-Brot“ haben sehr schnell Listungen im Handel erreicht. Gerade auch wieder neu, aber schon zum 17. Mal auf den Markt gebracht: die Brot-Kunst-Dose, diesmal mit einem Werk des chinesischen Künstlers Zhou Tiehai.

Für die Zukunft sehen sich die Detmers gut aufgestellt, wobei klar ist: „Schuster bleib bei Deinen Leisten.“ Die Konzentration auf Kernkompetenzen ist Teil des Unternehmenskonzepts und soll auch 2010 und darüber hinaus den Unternehmenserfolg sichern. (rm)

Bildergalerie

Albert Detmers, geschäftsführender Gesellschafter Mestemacher-Gruppe.

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Profil fürs Brotregal

Mestemacher stabilisierte im letzten Jahr den Gruppenumsatz. Auch 2010 sollen wieder 111 Mio. Euro umgesetzt werden. Konservativ geplant – aber realistisch.

„Wir sind zu groß geworden“: Ein Satz, der dieser Tage selten zu hören sein dürfte. Denkbar wohl derzeit auch nur in einem gesunden Familienunternehmen, das nachhaltigen und nicht kurzfristigen Erfolg sucht. Gesagt hat ihn Prof. Dr. Ulrike Detmers, Mitglied der Geschäftsführung und Gesellschafterin der Mestemacher-Gruppe. Sie machte damit deutlich, wie wichtig, neben ökonomischen Zielen, eine gelebte Unternehmenskultur auch in wachsenden Betrieben ist.

Mestemacher – zur Gruppe gehören die Mestemacher GmbH, Modersohns Mühlen- und Backbetriebe, Detmers GetreideVollwertkost sowie die Aerzener Brot und Kuchen GmbH – zum Beispiel hat klare Unternehmensleitlinien, Werte und Visionen (lesenswert: www.mestemacher.de/unternehmen/unternehmenskultur/leitlinien) ohne dass unternehmerische Ziele wie Wachstum und Erfolg aus den Augen verloren werden Das hat bisher maßgeblich dazu beigetragen, dass Mestemacher im Konzentrationsprozess der Branche eigenständig geblieben ist. Und das soll auch so bleiben. Fremdkapital werde nicht benötigt.

Der Jahresumsatz der Gruppe lag schon 2008 bei gut 111 Mio. Euro, er stieg 2009 geringfügig um 0,4 Prozent. Er wird nach konservativer Planung auch 2010 in dieser Größenordnung liegen, sagt Albert Detmers, geschäftsführender Gesellschafter. Das Mestemacher Führungstrio Albert, Fritz und Prof. Dr. Ulrike Detmers präsentierten seine Zahlen im Rückblick sehr entspannt, ganz einfach war das Geschäftsjahr aber nicht. Währungsschwankungen belasteten das Auslandsgeschäft, das mit 18 Prozent zum Jahresumsatz beiträgt. Inklusive der 77-prozentigen polnischen Beteiligung an der Benus Spólka inPosen, liegt der Exportanteil bei 24 Prozent. Zwar belasteten höhere Personalkosten das Jahr, sie konnten aber durch günstigere Getreidepreise aufgefangen werden.

Die Preissituation im Lebensmittelhandel hier zu Lande sieht das Führungstrio für den Brotbereich weniger dramatisch: „Marken werden hier nicht ausschließlich über den Preis verkauft.“ Auch habe es bei Aerzener, die ja den Preiseinstiegsbereich bei Brot bedienen, keine Wachstumsexplosion gegeben. Außerdem diversifiziere man hier gerade engagiert in den Markt für tiefgekühlte Backwaren (unter anderem mit Feingebäck, Blechkuchen. Gourmetschnitten).

Kernkompetenzen

Ohnehin sind Innovationen der Motor im Brot- und Backgeschäft der Gruppe. Neuheiten wie „Müsli-Toastbrötchen“, „Gourmet Toast Natur“ oder „Gourmet-Saaten-Brot“ haben sehr schnell Listungen im Handel erreicht. Gerade auch wieder neu, aber schon zum 17. Mal auf den Markt gebracht: die Brot-Kunst-Dose, diesmal mit einem Werk des chinesischen Künstlers Zhou Tiehai.

Für die Zukunft sehen sich die Detmers gut aufgestellt, wobei klar ist: „Schuster bleib bei Deinen Leisten.“ Die Konzentration auf Kernkompetenzen ist Teil des Unternehmenskonzepts und soll auch 2010 und darüber hinaus den Unternehmenserfolg sichern. (rm)

Albert Detmers,
geschäftsführender Gesellschafter Mestemacher-Gruppe.