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Maintal Familiär gut aufgestellt

Dieter Druck | 08. Juli 2011

Beim Konfitüre-Spezialisten Maintal stehen die Zeichen auf Expansion. Die Aspekte Regionalität , Bio und Nachhaltigkeit spielen bei den Franken eine große Rolle.

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Regional und international will die Maintal GmbH im 125. Jahr des Bestehens die Geschäfte ausbauen - in angemessenen Schritten. Das Familienunternehmen aus Haßfurth sieht sich als „marktbegleitenden, kleinen Mittelständler unter Großen, der erfolgreich Nischen abdeckt und dabei gesund wächst“, sagt Anne Feulner, die seit 1999 gemeinsam mit ihrem Schwager Klaus Hammelbacher in vierter Generation die Geschäfte führt. Rund 9 Mio. Gläser Konfitüren, Gelees und Fruchtaufstriche verlassen pro Jahr den Standort in Unterfranken – als Marken- und Handelsmarken-Produkte.

Der Exportanteil liegt derzeit bei 6 Prozent, soll aber weiter ausgebaut werden. USA und Schweden stehen als neue Märkte an. Derzeit finden sich die Konfitüren in 20 Ländern, wobei Japan/Korea, Österreich und Frankreich die wichtigsten Exportländer darstellen. Gleichzeitig wurde vor Kurzem für Bayern die Position eines Regionalverkaufsleiters installiert, um hier eine noch größere Präsenz zu erlangen. Der Fokus liege zunächst auf dem südbayrischen Raum und dem selbstständigen Einzelhandel, erklärt Hammelbacher. Über die weißblauen Rauten auf den Produkten wird der Bezug zu Bayern geschaffen. Das sei auch mit Blick auf den Export zu sehen, sagt er. Unterstützt wird der Bayern-Auftritt durch Radiowerbung. Aber auch über den Freistaat hinaus, im Südwesten sowie in Thüringen und Sachsen, wollen die Franken ihre Distribution erweitern.

Der Aspekt Regionalität spielt eine große Rolle bei Maintal. Die fränkische Serie mit traditionellen Rezepten und heimischen Früchten (z.B. Quitte, Schlehe, Holunder, Zwetschge), Weingelees mit Weinen eines benachbarten Winzers, Exklusiv-Produkte für die Edeka Südwest auf Basis von Fruchtsäften aus Baden-Württemberg sind Beispiele im Sortiment. Ein weiteres wichtiges Segment ist Bio. 1.600 t Früchte verarbeitet das Unternehmen jährlich, davon 500 t in Bio-Qualität. Im LEH werden unter der Marke Maintal die Range „Biofrucht 75“ Bio-Fruchtaufstriche und -Konfitüren/-Grützen angeboten. Darüber hinaus besteht eine Präsenz über Händlermarken. Dem Naturkostfachhandel ist die Marke „Annes Feinste“ mit einer von Naturland zertifizierten sowie einer mit dem EU-Bio-Siegel ausgestatteten Linie vorbehalten. Die nach eigenen Angaben Nr. 3 im Segment der Bio-Konfitüren wird bundesweit in mehr als 1.800 Fachmärkten angeboten. Insgesamt steuern die Bio-Pr odukte rund 35 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

Traditionsprodukt und eine Spezialität der Franken ist das Hiffenmark, wie die Hagebuttenkonfitüre in der Region genannt wird. Neu für die Hagebuttenprodukte ist die Auslobung des so genannten Orac-Wertes (Oxygen Radical Absorbance Capacity), ein Maßstab für natürliche, als Radikalfänger bekannte Inhaltsstoffe. „Wie die Gespräche auf dem ersten Orac-Symposium gezeigt haben, ist das Thema beim Handel angekommen und wir werden es weiter besetzen“, erklärt Feulner.

Ebenso werden unterschiedliche Nachhaltigkeitsaspekte bei Maintal verfolgt. „Wir definieren mittel- und langfristige Ziele für Mitarbeiter, Produkte und Technik und beleuchten Prozesse permanent. Da spielt Nachhaltigkeit mit eine Rolle“, sagt Hammelbacher. Die Unternehmensgröße erlaube „Nachhaltigkeit durchgängig zu vermitteln zu leben“, aber es müsse auch ein ökonomischer Effekt damit verbunden sein. Ressourceneinsparungen und Energie aus regenerativen Quellen nennt er als aktuelle Ansatzpunkte.