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Norddeutscher Ernährungsgipfel Gute halten

Silvia Schulz | 26. Juni 2018
Norddeutscher Ernährungsgipfel: Gute halten

Bildquelle: Holger Martens

Geeignete Mitarbeiter finden und halten: Mit diesem Thema beschäftigte sich der 2. Norddeutsche Ernährungsgipfel in Rostock.

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Unter dem Motto „Gute Mitarbeiter gewinnen und halten – aber wie? – Arbeitgeberimage – Arbeitsmarktpolitik – Rekrutierungsstrategien“ stand der 2. Norddeutsche Ernährungsgipfel. Treffpunkt war das Kurhaus im Ostseebad Warnemünde in der Hansestadt Rostock. Der Agrarmarketingverein Mecklenburg- Vorpommern (AMV) rund um Geschäftsführerin Jarste Weuffen hatte das Treffen ausgerichtet. Partner des Ernährungsgipfels waren erstmals der Verein Pro Agro, ein Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg- Berlin, sowie Foodactive, das Ernährungsnetzwerk der Metropolregion Hamburg.

Der AMV

Der Agrarmarketingverein Mecklenburg- Vorpommern (AMV) ist das größte Netzwerk der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Mecklenburg- Vorpommern. Diese ist die umsatzstärkste Branche innerhalb des verarbeitenden Gewerbes im Bundesland. Der AMV vereint 120 Partner: 62 Produzenten von Nahrungs- und Genussmitteln aus Industrie und Handwerk (konventionell und Bio) des Bundeslandes, 43 Fördermitglieder sowie 15 Kooperationspartner.

16 Aussteller nutzten die Gelegenheit, sich im Rahmen der fachbegleitenden Ausstellung zu präsentieren. Der 2. Norddeutsche Ernährungsgipfel hatte 20 Sponsoren und wurde von 30 Produzenten und dem Landesmarketing Mecklenburg-Vorpommern unterstützt.


Zentrales Thema war der Arbeitskräftemangel. Unternehmen sind gefordert, bei der Gewinnung von Mit-arbeitern völlig neue Wege zu gehen. Mitarbeitergewinnung- und pflege sind auch in den nächsten Jahren wichtige Faktoren für den Erfolg eines Unternehmens. Tobias Blömer, Vorsitzender des Agrarmarketingvereins, ist überzeugt, dass Arbeitgeber sich bei künftigen Mitarbeitern bewerben müssen. Neben der klassischen Arbeitskräftewerbung über Anzeigen, Portale und Jobbörsen haben die neuen Medien längst ihren Platz im Ringen um gute Arbeitskräfte und Azubis erobert.

Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, verwies in seinem Grußwort unter anderem auf die Richtlinie der berufsbegleitenden Qualifizierung von Beschäftigten in Unternehmen: Diese biete vielfältige Möglichkeiten zur Unterstützung.

Eine der zwei Podiumsdiskussionen widmete sich der Abbrecherquote bei abgeschlossenen Ausbildungsverträgen, denn die muss gesenkt werden. Verschiedene, bundesweit durchgeführte Befragungen zeigten, dass jeder vierte neu abgeschlossene Ausbildungsvertrag vorzeitig gelöst wird. Eine Möglichkeit, hier Abhilfe zu schaffen, sahen die Teilnehmer daran, stärker mit Schulen zu kooperieren und insgesamt die Vorteile und Vorzüge des Unternehmens stärker herauszustellen.