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Anuga 2015 Die Welt zu Gast in Köln

Tobias Dünnebacke | 09. Oktober 2015

Mit zehn Fachmessen, verschiedenen Trendthemen sowie zahlreichen Kongressen wird die Anuga wieder viele Fachbesucher aus aller Welt anlocken. Partnerland in diesem Jahr ist Griechenland.

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Wie schmeckt die Welt von Morgen? Dieser Frage werden vom 10. bis 14. Oktober wieder mehr als 150.000 Fachbesucher aus aller Welt nachgehen, wenn die Anuga in Köln ihre Tore öffnet und rund 6.800 Anbieter aus 100 Ländern ihre Produkte vorstellen. Was wird der Kunde von morgen kaufen? Wie isst und trinkt er in Asien? Wo auf der Welt warten die größten Potenziale für die Nahrungsmittelhersteller? Bei insgesamt zehn Fachmessen, zahlreichen Foren und Kongressen sowie speziellen Trend-Themen sollte es nicht schwierig sein, die Antworten tatsächlich zu finden. Nach Italien 2011 (2013 gab es keine Partnernation) gibt es in diesem Jahr mit dem krisengebeutelten Griechenland wieder ein Partnerland. Exportförderung und der Kontakt zu deutschen und internationalen Handelspartnern sollen im Mittelpunkt des griechischen Messeauftritts bei der Anuga stehen. Mit rund 270 Ausstellern gehört das Land zu den zehn größten Auslandsbeteiligungen. Neben den traditionellen und bekannten Spezialitäten sollen auch hochwertige Rohstoffe und teilverarbeitete Produkte, die für die Ernährungsindustrie weltweit von Bedeutung sind, vorgestellt werden.

Gemessen an der Zahl der Aussteller ist die Anuga Fine Food die größte Fachmesse unter dem Dach der Anuga. Stolze 3.539 Aussteller aus 78 Ländern verzeichnete die Ausstellung für Feinkost, Gourmet und Grundnahrungsmittel im Jahr 2013. Ein umfangreiches Rahmenprogramm soll auch in diesem Jahr wieder zu einem intensivem Austausch einladen. Einkäufer haben zudem bei der Sonderschau „ OliveOil Market “ die Möglichkeit, unterschiedliche Öle zu kosten und sich gezielt beraten zu lassen. Das zweite Flaggschiff bei den Fachmessen ist die Anuga Meat . Hier werden Trends der Branche abgebildet, die sich in diesem Jahr vor allem im Bereich Convenience abgespielt haben. Auch Regionalität, Nachverfolgbarkeit und Tierwohl liegen nach wie vor im Interesse der Verbraucher. Die Anuga Dairy wird den sinkenden Konsum von purer Milch auf dem Heimatmarkt und den Trend zu Alternativen wie Soja-Milch oder laktosefreie Milch abbilden, während bei der Messe für Technik und Dienstleistungen im Handel, Anuga RetailTec , Mobile-Payment, digitaler Kundenservice, digitale Produktinfos am PoS, verbesserte Warenpräsentation und innovatives Shopdesign präsentiert und diskutiert werden. Weitere Fachmessen werden sein: Frozen Food, Chilled & Fresh Food, Bread & Bakery/Hot Beverages, Drinks, Organic sowie Food Service.

Darüber hinaus wurden verschiedene Trendthemen definiert, auf die mit Kongressen und Fachvorträgen ein besonderer Fokus gelegt wird. Dazu zählt beispielsweise die vergane Ernährung . Nicht nur in Deutschland zeichnet sich diese Entwicklung ab: Auch die weltweit registrierten Produktneueinführungen spiegeln die wachsende Beliebtheit von Erzeugnissen mit veganer Auslobung. Die Marktforscher von Innova Market Insights konnten eine Zunahme von 60 Prozent bei Produktneueinführungen mit veganer Aussage im Jahresvergleich 2012 zu 2013 beobachten. Eine weitere Zunahme von 52 Prozent gab es im Jahresvergleich 2013/2014. Aussagen wie zum Beispiel „veganfreundlich“ oder „für Veganer geeignet“ werden verwendet, um die Produkte von herkömmlichen vegetarischen Sortimenten zu unterscheiden. Die vegane Ernährung ist in ihrer Bedeutung so groß, dass sie in diesem Jahr erstmals als Trendthema bei der Anuga aufgenommen wurde.

Ein weiterer Fokus sind Produkte mit einem fest definierten gesundheitlichen Zusatznutzen . Die Anzahl der Produkte mit einer entsprechenden Auslobung nimmt zwar infolge der strengeren Vorschriften innerhalb der Europäischen Union ab („Health Claims“), weltweit gesehen konnte nach Aussage von Innova Market Insights jedoch eine Stabilisierung oder sogar eine Zunahme der Neueinführungen mit funktionaler Gesundheitsauslobung festgestellt werden. Statt klarer Gesundheitsversprechen greifen Hersteller zunehmend auf weichere Formulierungen zurück.