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Saupiquet Wertschöpfung „per tonno“

Dieter Druck | 25. September 2015
Saupiquet: Wertschöpfung „per tonno“

Bildquelle: Saupiquet

Saupiquet von Rio Mare. In kleinen Schritten wird in Deutschland ein Markenname hinzugefügt. Ein spannendes Kapitel für den Marktführer bei Thunfisch-Erzeugnissen. Distribution im Discount bietet Perspektiven ebenso wie das Aktionsgeschäft.

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Der Thunfisch schwimmt dem Hering davon. Rund 50 Prozent des Umsatzes und etwa 43 Prozent des Absatzes (LEH inklusive Aldi, Quelle: IRI) entfallen im Fischkonserven-Regal inzwischen auf Thunfischerzeugnisse, und die Schere geht weiter auseinander. Dennoch sieht Helmut Bröker, Geschäftsführer Saupiquet Deutschland, dass sich diese Gegebenheiten selten in marktkonformen Regalanteilen niederschlagen. Der Hering sei oftmals aus der Tradition heraus noch überbewertet. Aber Thunfisch sei bei Fischkonserven das Produkt mit dem weitaus größten Potenzial, biete trendige Produkte wie Salate, Brotaufstriche und conveniente Pasta-Zutaten für alle Zielgruppen. Nicht zu vernachlässigen ist der Aspekt Wertschöpfung durch Marken- und Qualitätsprodukte in diesem Wachstumssegment.

Dass Thunfisch seit einigen Jahren in Deutschland eine derartige Dynamik zeigt ist der auch Marke Saupiquet zuzuschreiben, die in diesem Jahr wieder deutlich zweistellig wächst und damit stärker als der Markt. Ein langer Atem, konsequente Vertriebsarbeit, marktbelebende Neuprodukte, die Positionierung als Vollsortimenter in Sachen Thunfisch und die Investition in die Marke werden Erfolgsfaktoren genannt. Dabei tun sich aktuell die Thunfischsalate, hier hat Saupiquet eine gewichtete Distribution von 80 Prozent erreicht, und Thunfisch in Olivenöl als besonders wachstumsstark hervor. Beide Segmente stehen daher im Mittelpunkt der Kommunikation. Aber auch Thunfisch in Sauce mit neuen Rezepturen ist eine junge Wachstumskategorie. Hier legt die Marke im aufgelaufenen Jahr deutlich zweistellig zu.

Allerdings ist Saupiquet nur noch in Frankreich und Deutschland als Marke präsent. Die globale Thunfischmarke der italienischen Mutter (Bolton Group) ist „Rio Mare“. Sie wird in mehr als 40 Ländern der Erde angeboten. Und so wird hierzulande neben Saupiquet jetzt auch Rio Mare als Absender auf der Verpackung ausgewiesen („Saupiquet von Rio Mare“).

Gleichzeitig soll der Schritt dazu genutzt werden, Auftritt und Rezepturen „noch italienischer“ zu gestalten, wie Marketingleiter Uwe Behrens hervorhebt. Auch die aktuellen Zweitplatzierungen z.B. in Form eines dreirädrigen Piaggo Ape transportieren Italo-Flair. Der Verbraucher präferiere eindeutig den italienischen Geschmack, aber der Name Saupiquet vermittele keine entsprechenden Assoziationen. „Wir gehen hier sukzessive zu Werke, beobachten das Ganze und agieren wirklich ergebnisoffen“, erklärt Bröker.

Eindeutige Ergebnisse und Effekte bringt die Kommunikation . Der Wiedereinstieg in die Fernsehwerbung vor zwei Jahren zeigte Wirkung, vor allem in Verbindung mit parallelen PoS-Aktivitäten. Im vergangen Jahr stieg die Zahl der PoS Aktionen um 60 Prozent. In diesen Jahr sind rund 500 zweitägige Verkostungen plus 15 „Top-Events“ auf der Großfläche geplant.

Wertigkeit ist auch ein Aspekt der Verpackung. So werden die Brotaufstriche jetzt mit einem wiederschließbaren Deckel ausgeliefert. Weitere Packungsoptimierungen zur einfacheren Anwendung folgen in naher Zukunft. Potenzial für weiteres Wachstum sieht Bröker u.a in Sortimentserweiterungen im Discount und bei Zweitplatzierungen, z.B. im Verbund mit Nudeln oder in der O&G-Abteilung. „Hier können wir unsere Impulsstärke ausspielen“, ist er überzeugt.