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Ethno-Food Halal-Supermarkt: Problemlöser für Muslime

Lebensmittel Praxis | 17. September 2013

Für gläubige Muslime ist es nicht immer einfach einzukaufen. Ob ein Lebensmittel erlaubt ist, steht nicht zwangsläufig auf der Verpackung. Ein Markt mit Spezialsortiment sorgt fu?r Abhilfe.

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Mitten in Köln-Ehrenfeld steht der „erste Halal-Supermarkt Deutschlands“. Inhaberin Nurten Devecioglu betreibt den „Halalkauf“ gemeinsam mit ihren vier jüngeren Brüdern. „Bei uns ist alles halal“, betont die 36-Jährige. Muslime, die sich streng an die Regeln des Islam halten wollen, können sicher sein, dass die Ware aus diesem Supermarkt nach den Richtlinien ihrer Religion produziert wurde. Entweder die Lieferanten sind zertifiziert oder aber sie garantieren nachweislich, dass die Herstellung halal-gerecht verläuft. Viele Lebensmittel hat die Familie Devecioglu auch selbst von unabhängigen Labors untersuchen lassen.

Dass Schweinefleisch und Alkohol „haram“ (also verboten) sind, ist allgemein bekannt. Aber auch andere Produkte können kritisch sein: Mehl beispielsweise, in denen der Zusatzstoff Cystein enthalten ist (der aus Schweineborsten gewonnen werden kann). Oder Kosmetika, die Alkohol oder tierische Produkte enthalten. Ob ein Produkt für einen gläubigen Muslimen empfehlenswert ist, ist nicht immer einfach einzuschätzen – oft bringt auch der Blick aufs Etikett keine Klarheit. Halalkauf bietet ein komplettes Sortiment, bei dem die Kunden ohne Zweifel oder schlechtes Gewissen zugreifen können.

Ein halbes Jahr nach Eröffnung ist das Sortiment noch im Umbau: So sind die Betreiber auf der Suche nach Kosmetika, zudem interessieren sie sich für weitere Hersteller von Tiefkühlkost. Bei der Frische ist der Markt gut aufgestellt: Die Obst- und Gemüseabteilung überzeugt durch Qualität und Vielfalt, ebenso Fleisch und Geflügel (in Bedienung). Kühlschränke mit Glastüren bieten Platz für Feta, gereiften Käse, gefüllte Süßwaren, einige Convenience-Artikel und mehr.