Kaufhof Veränderungen in Lebensmittel-Abteilungen

LEBENSMITTEL PRAXIS | 17. September 2015

Ende des Monats steht der im Sommer vereinbarte Eigentümerwechsel bei der Metro-Tochter Kaufhof an, die dann zum 1. Oktober an den kanadischen, börsennotierten Warenhauskonzern Hudson's Bay (HBC) übergeht. Dessen Portfolio ist von Textilien und Mode geprägt. Lebensmittel werde es aber weiterhin geben, wie ein Sprecher auf Anfrage von LP Compact mitteilte.

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Allerdings ist es nicht unwahrscheinlich, dass es in einigen der jetzigen Lebensmittel-Abteilungen zu Veränderungen kommt. Das müssen nicht gleich Schließungen sein, das können auch neue Konzepte sein, heißt es aus dem Unternehmensumfeld. Zu den von einem Wirtschaftsmagazin veröffentlichten Spekulationen, wonach Lovro Mandac sowie ein weiterer hochrangiger Manager aus der Kaufhof-Führungsriege das Unternehmen noch vor dem 1. Oktober verlassen, äußerte sich ein Sprecher von HBC verhalten: „HBC kommentiert generell keine Gerüchte und Spekulationen. Bis zum Closing der Transaktion verbleibt Galeria Kaufhof im Besitz der Metro AG. Wir können keine verbindlichen Entscheidungen in Bezug auf ein Unternehmen treffen, das uns noch gar nicht gehört.“

Man werde die im Rahmen des Kaufvertrags vereinbarte Sozialcharta vollständig erfüllen. Mit Ausnahme der bereits von Metro identifizierten Filialen beabsichtige HBC keine weiteren Kaufhäuser zu schließen. „Nach dem Vollzug der Transaktion beabsichtigt HBC pro Jahr signifikant mehr in Kaufhof zu investieren als das Unternehmen in der Vergangenheit erhalten hat. Selbstverständlich überprüfen wir kontinuierlich, wie wir unsere Verkaufsflächen möglichst optimal nutzen und wie wir unser Produktsortiment im Interesse unserer Kunden gestalten können.“ Mieterhöhungen für Warenhausimmobilien stehen also tatsächlich an, verbleiben aber im Hudson's Bay-Konzern (Kaufhof zahlt als Mieterin an den eigenen Konzern). An anderen Standorten werde es aber auch Mietsenkungen geben. Lovro Mandac hat sich bereits vor über einem Jahr aus der operative Ebene in die Holdinggeschäftsführung zurückgezogen. Seither kümmert sich Olivier Van den Bossche um das Alltagsgeschäft. Außerdem trifft derartige Entscheidungen der Aufsichtsrat des neuen Eigentümers und natürlich die betroffene Person selbst.