HDE Mindestlohn kann Mittelstand im Osten gefährde

Lebensmittelpraxis | 04. April 2014
HDE: Mindestlohn kann Mittelstand im Osten gefährde

Bildquelle: Engelhardt

Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth (Foto), warnt bei einem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro vor negativen Folgen für strukturschwache Regionen in Ostdeutschland. Für mittelständische, oft familiengeführte Einzelhändler stelle eine solche Lohnuntergrenze ein besonders hohes Risiko dar, heißt es in einer Stellungnahme des Branchenverbandes für den "Branchendialog" des Arbeitsministeriums zum Mindestlohn. Befürchtet wird ein „Ladensterben".

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Es sei zu befürchten, dass viele Kleinunternehmer ihre Geschäfte schließen müssten. Der Anteil der Personalkosten am Gesamtumsatz sei im Einzelhandel hoch und liege bei 20 Prozent. Auch der Arbeitgeberverband der Landwirtschaft GLFA warnte davor, dass kleinere Betriebe nach Einführung des Mindestlohns aufhören müssten und Produktion aus Deutschland abwandere, zitieren die Zeitungen „Welt" und „Handelsblatt" GLFA-Geschäftsführer Burkhard Möller.